Geschäftsbericht 2009

27RISIKOMANAGEMENT KONZERNLAGEBERICHT Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Ausfallrisiken lassen sich hinsichtlich der Forderungs- gegner in drei Gruppen unterteilen: Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern, gegenüber Versicherungskunden sowie gegenüber Rückver- sicherern. Forderungsausfallrisiken in der Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern können entweder bei Gewährung von Inkassovollmachten oder Provisions- vorauszahlungen vorliegen. Da seitens der Mann- heimer mit Ausnahme von Maklern mit hinreichen- der Bonität keine Inkassovollmachten erteilt werden, ist dieses Risiko als nicht wesentlich zu bewerten. Das Risiko aus Provisionsvorauszahlungen ist zu ver- nachlässigen, da wir mit unseren AgenturPartnern entsprechende Vereinbarungen treffen und zudem Gegenforderungen in Form von Provisionszahlungen und Ausgleichansprüchen bestehen. Risiken aus Prämienforderungen gegen Ver- sicherungskunden werden durch ein maschinelles Beitragsinkasso und Mahnverfahren minimiert. Etwaige verbleibende Forderungsausfälle stellen für den Konzern kein bestandsgefährdendes Risiko dar. Forderungen, deren Fälligkeit mehr als 90 Tage zurückliegt, bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 11,5 Mio €. Der Forderungsausfall im Durch- schnitt der letzten drei Jahre beträgt – bezogen auf die Forderungen der jeweiligen Vorjahre – 2,6 Prozent. Schließlich können Risiken aus dem Ausfall von Rückversicherern bestehen. Neben der Beachtung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften ist für uns die Bonität unserer Rückversicherer von Bedeutung. Wir haben unser Geschäft im Berichtsjahr beinahe vollständig bei Rückversicherern rückgedeckt, die ein „A“-Rating oder besser aufweisen. Risiken aus Kapitalanlagen Die weltweite Finanzmarktkrise war auch im abge- laufenen Geschäftsjahr ein zentrales Thema für das Risikomanagement der Kapitalanlagen, wobei im Laufe des Jahres eine deutliche Entspannung zu ver- zeichnen war. Aufgrund unserer defensiven Portfolio- ausrichtung waren wie schon im Vorjahr keine Ausfälle zu verzeichnen. Lediglich im Bereich der Namensgenussscheine wird es voraussichtlich bei einem Emittenten zu einem Ausfall der jährlichen Zinszahlung kommen, auf die allerdings ein Nach- zahlungsanspruch in den Folgejahren besteht. Die fortlaufende Überwachung der Risikosituation wird durch regelmäßige wöchentliche sowie monat- liche Reports sichergestellt. Darüber hinaus erfolgt bei extremen unvorhersehbaren Kapitalmarktbewegungen, bedingt zum Beispiel durch exogene Schocks wie Terroranschläge, eine Sofortberichterstattung. In den in der Regel monatlich stattfindenden Asset Allocation Runden werden die Anlageentscheidungen getroffen, die als Grundlage für die Risikosteuerung dienen. Die Kapitalanlagestrategie richtet sich dabei am Asset-Liability-Management aus. Neben den Ertrags- und Risikogesichtspunkten sowie den aufsichtsrecht- lichen Vorschriften werden hierbei die Vorgaben aus den versicherungstechnischen Verpflichtungen berücksichtigt, sodass eine koordinierte Steuerung von Aktiva und Passiva erfolgt. Die Einhaltung der vom Vorstand beschlossenen Kapitalanlagerichtlinien wird durch eine geeignete Funktionstrennung eben- falls sichergestellt. Die Informationen über die aktuelle Entwicklung der Kapitalanlagenbestände und der damit verbun- denen Risiken werden auf Einzelgesellschaftsebene berechnet und der jeweiligen Risikotragfähigkeit gegenübergestellt. Die Risiken aus den Kapitalanlagen werden mit Stresstests und Szenarien analysiert. Dabei wird das von der BaFin vorgegebene Mindestmaß sowohl in der Häufigkeit als auch der Intensität der Berechnungen überschritten.

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