Geschäftsbericht 2009

28 KONZERNLAGEBERICHT RISIKOMANAGEMENT Nach den Regelungen des Deutschen Rechnungs- legungs-Standards bewerten wir auf Konzernebene die Auswirkungen eines Kursrückgangs in Höhe von 20 Prozent je Aktienanlage bei unverändertem Kapi- talanlagenbestand. Der Zeitwert der fast ausschließlich in Fonds gehaltenen Bestände per 31. Dezember 2009 würde sich um 7,3 Mio € reduzieren. Eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve um einen Prozentpunkt nach oben hätte eine Reduktion des Zeitwerts unserer festverzinslichen Wertpapiere, der Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforde- rungen und übrigen Ausleihungen sowie Investment- anteile in Höhe von 5,0 Prozent oder 46,0 Mio € zur Folge. Bei einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve um einen Prozentpunkt nach unten hingegen würden die Zeitwerte der genannten Bilanzpositionen um 5,2 Prozent bzw. 47,1 Mio € ansteigen. Die Auswirkungen dieser Zins- und Aktienkurs- änderungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und die Sonstigen Rücklagen im Eigenkapital stellen sich – ohne Berücksichtigung möglicher Impairments bei AfS-Papieren – wie folgt dar: Das Liquiditätsrisiko ist für uns von untergeordneter Bedeutung, da durch eine langfristige Liquiditätspla- nung einerseits und eine kurzfristige Feinsteuerung der Kapitalanlagen andererseits sichergestellt ist, dass wir die Zahlungsverpflichtungen im Konzern jeder- zeit erfüllen können. Darüber hinaus legen wir Wert auf eine hohe Fungibilität unserer Kapitalanlagen und stimmen die Laufzeiten unserer Kapitalanlagen auf die der Verbindlichkeiten ab. Die Fristigkeiten der Aktiva können den Erläuterungen zur Konzernbilanz im Konzernanhang unter den Nummern 5 und 6 entnommen werden. Mit einer breiten Diversifikation der Portfolios der Einzelgesellschaften werden die Bonitäts- bzw. Adressenausfallrisiken minimiert. Darüber hinaus werden unsere Anlagen sorgfältig nach Rating- Kriterien ausgewählt. Die verzinslichen Wertpapiere in unserem Kapitalanlagenbestand weisen überwiegend Investmentgrade-Qualität auf. Ein besonderes Augen- merk richten wir auf die Kredit- und Bonitätsrisiken, die wir kontinuierlich analysieren und steuern. Die externen Rating-Klassen der Kapitalanlagen sind im Konzernanhang auf Seite 89 dargestellt. Der Buchwert repräsentiert dabei die maximale Kredit- exposition zum Bilanzstichtag. In der Position Darlehen und übrige Ausleihungen sind 118 Hypothekendarlehen enthalten, von denen 60 risikobehaftet sind. Die Besicherungsquote dieser Non Performing Loans (NPL) beträgt im Durchschnitt 104 Prozent. Die Anzahl der NPL-Engagements soll im Laufe des Jahres 2010 weiter reduziert werden. Operationale Risiken In dieser Risikokategorie fassen wir die betrieblichen und rechtlichen Risiken zusammen. Konkret liegt in der Kategorie der betrieblichen Risiken der Schwer- punkt der Analyse auf den organisatorischen und funktionalen Aspekten des Betriebs. Hier können Schäden sowohl durch menschliches oder technisches Versagen als auch durch externe Einflussfaktoren ent- stehen und auf Geschäftsprozesse sowie die technische Ausstattung – insbesondere die Funktionsfähigkeit der Datenverarbeitung – wirken. Die Steuerung bzw. die Begrenzung derartiger Risiken werden mit unserem Internen Kontrollsystem (IKS) geregelt. In unserer IKS-Dokumentation sind alle wichtigen Geschäftsprozesse abgebildet. Diese Darstellungen enthalten detailliert die einzelnen Arbeitsschritte innerhalb des jeweiligen Prozesses. Mittels eines Fluss- diagramms wird dokumentiert, welche Organisations- einheiten in den Prozess eingebunden sind. Darüber Stresstest GuV Mio € Sonstige Rücklagen Mio € Aktien –20% 0 –7,3 Zins +1 Prozentpunkt 0 –3,7 Zins –1 Prozentpunkt 0 +3,9

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