29 hinaus werden zu den einzelnen Arbeitsschritten mögliche Fehlerquellen und prozessintegrierte Über- wachungsmaßnahmen aufgeführt. Neben dieser prozessorientierten Darstellung gibt es für jede Stelle eine detaillierte Aufgabenbeschreibung. Ein spezielles betriebliches Risiko sehen wir im Blick auf das Neugeschäftswachstum in der Lebensver- sicherung, falls die künftige Nachfrage die Erwartungen übertreffen und die zur Verfügung stehenden Verarbei- tungskapazitäten erheblich überschreiten sollte. Wir werden die vertriebliche Entwicklung deshalb sehr genau beobachten, um die Kapazitäten rechtzeitig entsprechend anpassen zu können. Das schließt neben Maßnahmen zur weiteren Geschäftsprozessoptimie- rung und den bereits getroffenen Maßnahmen zusätz- liche Investitionen in den Ausbau der Organisations- struktur der mamax Lebensversicherung AG mit ein. Der Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Datenverarbeitung wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Mannheimer verfügt über eine moderne IT-Infrastruktur. Diese setzt sich zusammen aus Client-Server-Systemen einschließlich browser- basierter Web-Anwendungen sowie einem integrie- renden Netzwerk. Die zentralen Host-Systeme sind ausgelagert auf ein externes Rechenzentrum. Die Sicherheit und die notwendige Bereitschaft der Systeme werden gewährleistet durch umfassende Service-Level-Agreements sowie durch die Aus- weichmöglichkeit auf ein Notrechenzentrum. Als Online-Versicherer ist insbesondere die mamax Lebensversicherung AG auf eine zuverlässige, sichere Internetanbindung angewiesen, aber auch die anderen Konzerngesellschaften nutzen das Internet umfassend zum Vorteil unserer Kunden und Vermittler. Aus der oben beschriebenen heterogenen Systemlandschaft resultieren Risiken wie das Risiko unberechtigten Zugriffs auf unsere Systeme, Ausfallrisiken oder Daten- verluste. Diesen Risiken wird durch hohe Sicherheits- standards, ein internes Kontrollsystem, ein konsistentes Datensicherungsverfahren, regelmäßige Überprüfungen durch die Revision sowie durch fallweise extern ver- gebene Sicherheitsprüfungen begegnet. Bei der IT-Infrastruktur werden diese Risiken unter anderem durch mehrere Firewall- und Authentifi- zierungssysteme, moderne Verschlüsselungsverfahren, redundante Auslegung kritischer Komponenten sowie regelmäßig überprüfte Datensicherungs- und Notfall- verfahren berücksichtigt. Konzernübergreifend wur- den im Bereich der Entwicklung IT-basierter Lösun- gen mehrere Großprojekte initiiert. Die Steuerung der Projektrisiken erfolgt durch ein laufendes Projekt- controlling. Hinsichtlich der Risiken aus vertraglichen Ver- einbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen gilt eine den betrieblichen Risiken analoge Vor- gehensweise. Soweit möglich werden die Steuerung und Überwachung durch das IKS geregelt. Sonstige Risiken Gegen die Mannheimer Versicherung AG sind Klagen im Zusammenhang mit dem HEROS-Schadenfall anhängig; über diesen Schadenfall informieren wir auch auf den Seiten 14f. im Rahmen der Segment- berichterstattung. Es ist grundsätzlich nicht möglich, den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten zu bestimmen oder sicher vorherzusagen. Wir gehen derzeit davon aus, dass die laufenden Verfahren keinen nachteiligen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. Zusammenfassung Die Kapitalausstattung ist dem Geschäftszweck und der Risikolage angemessen. Den Fortbestand des Konzerns sehen wir in keiner Weise beeinträchtigt. Die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen wurden per Ende 2009 für die einzelnen Tochter- gesellschaften des Mannheimer Konzerns erfüllt. Für die Gruppensolvabilität ergibt sich per 31. Dezember 2009 eine Bedeckung in Höhe von 227,0 (i.V. 318,7) Prozent. RISIKOMANAGEMENT KONZERNLAGEBERICHT
