Geschäftsbericht 2009

56 KONZERNANHANG Kapitalmanagement Die Steuerung der Kapitalausstattung und der Liqui- dität für den Mannheimer Konzern übernimmt die Mannheimer AG Holding in ihrer Eigenschaft als Konzernobergesellschaft. Sie gewährleistet damit einerseits die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderung und schafft andererseits die Voraus- setzung, dass die Konzerngesellschaften ihren finan- ziellen Verpflichtungen nachkommen. Das Eigenkapital des Mannheimer Konzerns nach IFRS beträgt zum 31. Dezember 2009 130,7 (i.V. 137,1) Mio €. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt 10,4 (i.V. 16,9) Prozent. Die Veränderung des Eigen- kapitals haben wir auf den Seiten 40f. dargestellt. Als Versicherungskonzern unterliegen wir exter- nen Mindestkapitalanforderungen. Diese fließen als wesentliche Nebenbedingung in die Steuerung unserer Eigenmittelausstattung ein. Daneben erfolgt die Steuerung unserer Eigenmit- telausstattung insbesondere über die ökonomische Risikotragfähigkeit. Diese unternehmensindividuelle, nach IAS 1.124Aff. veröffentlichungspflichtige Kapitalsteuerungsgröße erläutern wir nachfolgend: Das Ausmaß der von der Mannheimer Gruppe „tragbaren“ Risiken bemisst sich nach dem verfüg- baren Risikokapital auf Ebene der Einzelgesellschaften bzw. auf Konzernebene. Dieses ergibt sich im Wesent- lichen aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie den Stillen Reserven bzw. Lasten (Bewertungsreserven) in allen Bilanzpositionen. Dem verfügbaren Risikokapital gegenüber steht der Risikokapitalbedarf. Dieser ergibt sich aus stochas- tischen Berechnungen auf Grundlage der Risiko- datenbank (siehe Abschnitt „Risikomanagement“ im Konzernlagebericht). Mit Hilfe von Monte-Carlo- Simulationen wird hierbei für die Einzelgesellschaften und den Konzern das 200-Jahres-Ereignis ermittelt. Zusammenfassend stellt sich dies wie folgt dar: Eigenkapital Gezeichnetes Kapital + Kapitalrücklage + Gewinnrücklage + Bilanzgewinn – eigene Aktien Adjustierung Aktiva – Immaterielle Vermögensgegenstände ± Bewertungsreserve Kapitalanlagen ± Sonstige Bewertungsreserve Aktiva Adjustierung Passiva ± Bewertungsreserve versicherungstechnische Rückstellung ± Sonstige Bewertungsreserve Passiva – Latente Steuern = Verfügbares Risikokapital Risiko- kategorien Versicherungstechnisches Risiko Schaden/Unfall + Versicherungstechnisches Risiko Leben + Versicherungstechnisches Risiko Kranken + Marktrisiko + Ausfallrisiko + Operationales Risiko + Sonstige Risiken Reduktion – Diversifikationseffekt – Verringerung Latente Steuern = Risikokapitalbedarf

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