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Glossar

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7 Market Technology

Infrastrukturtechnologie-Markenfamilie der Gruppe Deutsche Börse. Sie besteht aus der Handelsarchitektur T7, der Clearinginfrastruktur C7, dem globalen Netzwerk N7, dem Repo-Handelssystem F7 und der Handelsplattform M7.

A

Abwicklung

Settlement

B

Basel III

Regelwerk des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Die darin enthaltenen Empfehlungen gelten für international agierende Banken sowie als Maßgabe für nationale Gesetzgeber. Sie haben das Ziel, die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Die am 16. Dezember 2010 veröffentlichten und im Laufe der Jahre ergänzten und überarbeiteten Empfehlungen aktualisieren das im Jahr 2004 beschlossene Rahmenwerk für Banken (sog. „Basel II“-Empfehlungen).

C

Carbon Disclosure Project (CDP)

Unabhängige, gemeinnützige Organisation, die die weltweit größte Datenbank für klimarelevante Unternehmensinformationen führt. Das CDP stellt die Daten den Kapitalmärkten und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

CCP

zentraler Kontrahent

Clearing

Abrechnung (Auf- und Verrechnung) von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Wertpapier- und Termingeschäften (Netting); Ermittlung der bilateralen Nettoschuld von Käufer und Verkäufer.

Clearinghaus

zentraler Kontrahent

Collateral Management

auch: Sicherheitenmanagement. Sicherheiten („Collateral“) sind Anlagen, die ein Kreditnehmer (Sicherheitengeber) hinterlegt, um ein Darlehen oder eine andere Art von Finanzrisiko abzusichern und die im Falle eines Zahlungsausfalls dem Kreditgeber (Sicherheitennehmer) zur Verwertung zur Verfügung stehen. Collateral Management bezeichnet das Verwalten und Verwahren (Custody) von hinterlegten Sicherheiten, die Finanzrisiken absichern, z. B. Wertpapierleihegeschäfte oder Termingeschäfte.

Commercial Paper

Am Geldmarkt gehandelter Schuldtitel mit kurzer bis mittlerer Laufzeit (zumeist unter einem Jahr), der von Emittenten mit hoher Bonität zur Finanzierung ihres kurzfristigen Kapitalbedarfs ausgegeben wird. Für Emittenten sind Commercial Paper ein flexibles und individuell zu gestaltendes Finanzinstrument; Käufer profitieren von attraktiven Konditionen für kurzfristig angelegte Gelder.

Corporate Governance

Unternehmensführung. Das Prinzip der verantwortungsvollen Corporate Governance soll durch Transparenz und werteorientiertes Handeln die langfristige Wertschaffung unterstützen und damit den Unternehmenserfolg dauerhaft sichern.

CRD IV-Paket

Ein integriertes Gesetzespaket, das am 1. Januar 2014 in Kraft getreten ist. Es umfasst eine Verordnung sowie eine Richtlinie. Die Richtlinie betrifft den Zugang zur Tätigkeit und der Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (CRD IV), die Verordnung Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen (CRR). Die EU setzt mit dem CRD IV-Paket weite Teile der Empfehlungen des Baseler Ausschusses (Basel III) um.

CSD

Central Securities Depository (deutsch: Zentralverwahrer, Wertpapiersammelbank). Die Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, fungiert u. a. als staatlich anerkannte deutsche Wertpapiersammelbank im Sinne des Depotgesetzes. Für in- und ausländische Wertpapiere bietet sie umfangreiche dem Handel nachgelagerte Dienstleistungen an, zum einen als Zentralverwahrer für girosammelverwahrfähige Wertpapiere und zum anderen als Zwischenverwahrer für sonstige Wertpapiere.

Custody

Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für andere. Für jeden Kunden wird ein Depot (ähnlich dem Konto im Geldverkehr) eingerichtet. Aus den Depotinformationen gehen Arten, Nennbeträge oder Stückzahlen, Nummern usw. der verwahrten Papiere sowie Name und Adresse des Kunden hervor.

D

D&O-Versicherung

Directors’ and Officers’ Liability Insurance (deutsch: Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Unternehmensleitern). Sichert die Geschäftsleitung eines Unternehmens gegen Ansprüche des eigenen Unternehmens und Ansprüche Dritter aufgrund der Verletzung spezifischer Sorgfaltspflichten ab.

E

EBA

European Banking Authority. Europäische Bankenaufsichtsbehörde mit Sitz in London, die das Ziel hat, einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die nationalen Bankenaufsichten zu schaffen. Wie die ESMA Teil des neuen europäischen Finanzaufsichtssystems (European System of Financial Supervision, ESFS).

EMIR

European Market Infrastructure Regulation. Die Verordnung zur Regulierung von OTC-Derivaten, zentralen Kontrahenten (CCPs) und Transaktionsregistern hat zum Ziel, die Sicherheit und Integrität innerhalb des außerbörslichen Derivatemarktes durch die Förderung von Transparenz und Reduzierung der Risiken zu erhöhen. Die Regulierung führt zu diesem Zweck u. a. die Clearingpflicht für zum Clearing geeignete OTC-Derivatekontrakte ein sowie Maßnahmen zur Reduzierung des Gegenparteiausfallrisikos und des operationellen Risikos für nicht über CCPs verrechnete OTC-Derivate sowie eine Meldepflicht für alle Derivate. Ferner legt die Regulierung allgemeine Anforderungen für CCPs und Transaktionsregister fest.

Entry Standard

Teilbereich des börsenregulierten Marktes (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) mit zusätzlichen Transparenzanforderungen.

ESG-Kriterien

Environment, Social, Governance (deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Die Zusammensetzung von ESG-Indizes wie dem STOXX® ESG Global Leaders Index folgt diesen drei Auswahlkriterien.

ESMA

European Securities and Markets Authority. Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde mit Sitz in Paris, die das Ziel hat, einen einheitlichen Rechtsrahmen für die nationalen Aufsichtsbehörden zu schaffen. Wie die EBA und die EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority), europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge, gehört auch die ESMA zu den europäischen Aufsichtsbehörden (European Supervisory Authorities), die am 1. Januar 2011 ihre Arbeit aufgenommen haben.

ETC

Exchange Traded Commodity. Wertpapier auf einzelne Rohstoffe oder Rohstoffkörbe, das wie eine Aktie an der Börse über die Handelsplätze Xetra® und Börse Frankfurt gehandelt wird. Anders als ETFs sind ETCs unbefristete Schuldverschreibungen, die durch die entsprechenden Rohstoffe besichert sind.

ETF

Exchange Traded Fund (deutsch: börsengehandelter Indexfonds). Fortlaufend an der Börse handelbarer Fondsanteil mit unbegrenzter Laufzeit, dessen Wertentwicklung dem zugrunde liegenden Index folgt.

Eurex Bonds

Elektronische Plattform der Gruppe Deutsche Börse für den Anleihe- und Basishandel. Die Eurex Clearing AG tritt als zentraler Kontrahent für Transaktionen an Eurex Bonds® ein.

Eurex Repo®

Elektronische Plattform der Gruppe Deutsche Börse für den Handel von General Collateral (GC Pooling®), Repos und Wertpapiere mit der Eurex Clearing AG als zentralem Kontrahenten.

EURO STOXX 50®

Europäischer Aktienindex, der die Wertentwicklung der 50 wichtigsten und umsatzstärksten Aktien der Eurozone abbildet.

Exposure

Mit einem Finanzgeschäft verbundenes Risiko bzw. einhergehende Verbindlichkeit, z. B. bei Devisen-, Wertpapier- oder Derivatetransaktionen.

F

Forward Rate Agreement

Außerbörslich gehandeltes, nicht standardisiertes Zinsderivat. Beide Parteien einigen sich auf einen festen Zinssatz einer Schuldverschreibung, der ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft gezahlt bzw. erhalten wird.

Future

Standardisierter, börslich gehandelter Terminkontrakt, bei dem Käufer und Verkäufer sich verpflichten, eine bestimmte Menge eines Basiswertes bei Fälligkeit zu einem festgelegten Preis zu liefern bzw. abzunehmen.

G

GC Pooling®

Von Eurex Repo und Clearstream Banking entwickeltes Produktsegment, das speziell auf die Bedürfnisse im kurzfristigen besicherten Geldhandel (Interbankenmarkt) zugeschnitten ist und eine besicherte kurzfristige Finanzierung und effiziente Verwaltung von Sicherheiten bietet.

General Standard

Transparenzlevel im EU-regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®). Unternehmen im General Standard müssen die gesetzlichen Transparenz-Mindestanforderungen (z. B. Jahresbericht und Ad-hoc-Mitteilungen) erfüllen.

Global Liquidity Hub

Integrierte Lösung für das Risiko- und Liquiditätsmanagement, die im Geschäftsfeld GSF der Gruppe Deutsche Börse angesiedelt ist. Der Global Liquidity Hub bietet integrierte Dienstleistungen in den Bereichen Wertpapierleihe und Sicherheitenmanagement (Collateral Management) für eine Reihe von Anlageklassen an, darunter festverzinsliche Wertpapiere und Aktien. Über den Global Liquidity Hub können Kunden ihre Margin-Verpflichtungen gegenüber zentralen Clearinghäusern erfüllen und weltweit Exposures abdecken.

GRI

Global Reporting Initiative. Unabhängige gemeinnützige Organisation, die in Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten veröffentlicht. Die Grundlage einer Berichterstattung nach GRI ist Transparenz, das Ziel eine Standardisierung und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsinformationen.

GSF

Global Securities Financing (deutsch: globale Wertpapierfinanzierung). Geschäftsfeld des Segments Clearstream der Gruppe Deutsche Börse, das die automatisierte Wertpapierleihe sowie die Verwaltung der Sicherheiten (Collateral Management) bei Geschäften zwischen drei Parteien umfasst.

H

Hedgefonds

Alternative Anlageform, bei der das Fondsmanagement aufgrund geringerer Regulierung eine wesentlich größere Wahlfreiheit bei den Anlagestrategien genießt als im traditionellen Investmentfondsgeschäft. Dadurch werden auch hochspekulative Strategien ermöglicht, die im Erfolgsfall eine höhere Performance der Fonds ermöglichen. Hedgefonds tragen als Gegenparteien in Risikotransfergeschäften zur Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte bei und erhöhen die Liquidität in hochspezialisierten Marktsegmenten.

Hedging

Maßnahme, die offene, einem Preisrisiko ausgesetzte Positionen absichert, indem eine Position mit gegenläufigem Risikoprofil aufgebaut wird. Z. B. kann ein bestehendes Portfolio durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, etwa Futures und Optionen, gegen Kursänderungsrisiken abgesichert werden.

I

Interbankenmarkt

Markt, an dem Angebot und Nachfrage von Banken nach Geld, Devisen und Wertpapieren zusammentreffen.

IPO

Initial Public Offering (deutsch: Börsengang). Bei einem IPO bietet ein Unternehmen Aktien erstmalig öffentlich an und geht damit an die Börse.

J
K

Kontrakt

Im Terminmarkt: Vertraglich bindende Vereinbarung zweier Parteien, einen qualitativ genau bestimmten Vertragsgegenstand (z. B. Aktien, Zinstitel, Devisen) in einer bestimmten Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum in der Zukunft zu einem konkreten, bereits bei Vertragsabschluss festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

L

Leverage Ratio

auch: Verschuldungsquote. Gibt allgemein an, in welchem Grad sich ein Unternehmen durch die Aufnahme von Fremdkapital verschuldet hat. Dazu setzt man das bilanzielle Fremdkapital ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital, wodurch sich die folgende Formel ergibt: Je höher der Verschuldungsgrad, desto mehr Fremdkapital besteht im Unternehmen und umso mehr Schulden sind vorhanden.

Liquidität

Marktsituation, bei der ein Wertpapier auch in größeren Mengen ohne größere Preissprünge ver- und gekauft werden kann. Wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Marktqualität im Wertpapierhandel und damit ein entscheidender Faktor im Wettbewerb der Marktplätze.

Listing

Börsennotierung eines Wertpapiers bzw. von Wertpapieremittenten. An der Börse Frankfurt können Emittenten zwischen vier Transparenzstandards für ihr Listing wählen: Prime Standard, General Standard, Entry Standard und Open Market.

M

Margin

Sicherheiten (Barmittel oder hinterlegte Sicherheiten), die von einem Clearingmitglied hinterlegt werden (Käufer oder Verkäufer), um die Erfüllung von Termingeschäften zu gewährleisten und das Risiko des Clearinghauses abzusichern.

Mark to Market

Methode zur laufenden Bewertung offener Positionen am Terminmarkt. Beim Mark-to-Market-Verfahren (Marktbewertung) erfolgt eine tägliche Neubewertung und ein täglicher Ausgleich von Gewinnen und Verlusten (Abrechnungspreis von gestern gegen Abrechnungspreis von heute).

MiFID

Markets in Financial Instruments Directive. EU-Richtlinie, die den Rechtsrahmen für das Erbringen von Wertpapierdienstleistungen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten (wie Vermittlung, Beratung, Handel, Portfolioverwaltung, Übernahme von Emissionen usw.) bildet. Sie gilt für Banken und Wertpapierfirmen sowie für Betreiber von geregelten Märkten. Ziel ist die Förderung der Integration, Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz der EU-Finanzmärkte.

MiFID II

Überarbeitung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID). Das übergeordnete Ziel ist es, die Finanzmärkte effizienter, widerstandsfähiger und transparenter zu machen. MiFID II sieht neben einer Stärkung des Anlegerschutzes neue Verfahrensregeln für den algorithmischen Handel vor.

MiFIR

Markets in Financial Instruments Regulation. EU-Verordnung, die die Richtlinie MiFID II ergänzt und bestimmte Anforderungen festlegt. Die MiFIR regelt u. a. die Veröffentlichung von Handelsdaten und Transaktionsdaten, die Meldung von Geschäftsdaten an die zuständigen Aufsichtsbehörden oder die Verpflichtung zum Handel von Derivaten auf organisierten Handelsplätzen.

N

Netting

Aufrechnung von Kauf- oder Verkaufspositionen über einen bestimmten Zeitraum, sodass Marktteilnehmer nur noch den Saldo ausgleichen müssen. Typische Aufgabe und Vorteil des zentralen Kontrahenten.

Novation

Vorgang, wenn ein Handelsvertrag zwischen zwei Parteien aufgehoben und durch zwei Verträge mit einem zentralen Kontrahenten ersetzt wird.

O

OFAC

Office of Foreign Assets Control. Die Exportkontrollbehörde des US-amerikanischen Finanzministeriums überwacht die Wirtschafts- und Handelssanktionen, die gegen Länder, Gruppen und Individuen aus außenpolitischen Gründen sowie im Interesse der nationalen Sicherheit der USA verhängt wurden.

Open Market

auch: Freiverkehr. Zweites gesetzliches Marktsegment in Deutschland neben dem EU-regulierten Markt, unterliegt dem Privatrecht. Im Open Market werden neben deutschen Aktien überwiegend ausländische Aktien, Anleihen und Fonds deutscher und ausländischer Emittenten, Zertifikate und Optionsscheine gehandelt.

Operating Leasing

Finanzierungsmethode, bei der sich der Leasingnehmer zur Zahlung einer Leasingrate verpflichtet und im Gegenzug ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand erhält. Beim Operating Leasing steht die „Miete“ des Objekts im Vordergrund. Durch die Zahlung der Leasingrate soll ein Wertausgleich für die Nutzung des Objekts erreicht werden.

Option

Eine Option verbrieft das Recht, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge des zugrunde liegenden Basiswertes am Ende der Laufzeit zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Da der Käufer nicht verpflichtet ist, die Option auszuüben, wird sie als bedingtes Termingeschäft bezeichnet.

Orderrouting

Weiterleitung von Wertpapierorders aus den Inhouse-Systemen der Handelsteilnehmer zu verschiedenen Handelsplattformen.

OTC

over the counter (deutsch: außerbörslich). Bezeichnung für Transaktionen zwischen zwei oder mehr Handelspartnern, die nicht auf einem regulierten Markt ausgeführt werden. Im Derivatemarkt hat das OTC-Segment den bei Weitem überwiegenden Marktanteil.

P

Prime Standard

Teilbereich des EU-regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) für Unternehmen, die besonders hohe Transparenzstandards erfüllen. Nur Unternehmen im Prime Standard können in einen der Auswahlindizes der Deutschen Börse (DAX®, MDAX®, SDAX®, TecDAX®) aufgenommen werden.

Q
R

Regulierter Markt

Gesetzlich geregeltes Börsensegment für Wertpapiere, dessen Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten im Gegensatz zum börslichen Freiverkehr (Open Market) gesetzlich geregelt sind. Das Zulassungsverfahren ist ein öffentlich-rechtliches Verwaltungsverfahren. Der regulierte Markt der Börse ist zugleich ein organisierter Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes.

Repo

Repurchase Agreement (deutsch: Rückkaufvereinbarung, Wertpapierpensionsgeschäft). Verkauf von Wertpapieren, verbunden mit dem gleichzeitigen Rückkauf gleichartiger Wertpapiere auf Termin.

S

Settlement

Abwicklung, d. h. Abschluss und Erfüllung eines Finanzgeschäfts. Übertragung der gehandelten Papiere und des Geldes vom Verkäufer auf den Käufer und umgekehrt. Innerhalb der Gruppe Deutsche Börse übernimmt Clearstream diese dem Handel nachgelagerte Aufgabe.

Sicherheitenmanagement

Collateral Management

SSM

Single Supervisory Mechanism (deutsch: einheitlicher Bankenaufsichtsmechanismus). Unmittelbare Aufsicht der Europäischen Zentralbank über 120 bedeutende Kreditinstitute und Bankengruppen, mittelbare Aufsicht über alle anderen Kreditinstitute in der Eurozone.

STOXX® Europe 50

Europäischer Aktienindex, der die Wertentwicklung der 50 wichtigsten und umsatzstärksten Aktien des gesamteuropäischen Raumes abbildet.

T

T2S

TARGET2-Securities. Initiative zur Schaffung einer gemeinschaftlichen Plattform für die Übertragung von Wertpapieren innerhalb des Euroraums. Diese Abwicklungsplattform soll die Kosten im grenzüberschreitenden Wertpapiergeschäft des Euroraums reduzieren und von der Europäischen Zentralbank betrieben werden. „TARGET“ steht für „Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System“.

U
V

Verschuldungsquote

Leverage Ratio

Volatilität

Maß für die Intensität der Schwankungen eines Wertpapierkurses oder eines Index um den eigenen Mittelwert in einem bestimmten Zeitraum.

W

Wertpapierleihe

Übertragung von Wertpapieren eines Verleihers gegen ein Entgelt und unter der Bedingung, dass der Entleiher die Wertpapiere in derselben Art, Qualität und Menge an den Verleiher zum Ende einer vereinbarten Frist zurückgibt.

X
Y
Z

Zentraler Kontrahent

auch: zentrale Gegenpartei (Central Counterparty, CCP). Institution, die nach Abschluss eines Handelsgeschäfts rechtlich als Käufer oder Verkäufer zwischen die handelnden Parteien tritt, gegenläufige Verpflichtungen aufrechnet (Netting), das Ausfallrisiko einer Vertragspartei absichert (Margining und Collateralisation) sowie alle für die finale Abrechnung notwendigen Prozessschritte (Clearing) durchführt.

Zertifikat

Der Inhaber eines Zertifikats partizipiert an der Kursentwicklung eines Basiswertes, an welche die Kursentwicklung des Zertifikats gekoppelt ist. Dieser Basiswert kann z. B. ein nach bestimmten Kriterien zusammengestellter Aktienkorb sein. Mögliche Basiswerte sind darüber hinaus aber auch Anleihen, Indizes, Währungen, Fonds, Edelmetalle, Rohstoffe oder Immobilien. Rechtlich gesehen erhält der Anleger in Zertifikaten ein Schuldrecht gegenüber dem Emittenten, aber keinerlei Eigentumsrechte.