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Nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz

Die EVN erbringt durch den laufenden Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie durch die umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Österreichs. Zentrales Anliegen ist für die EVN dabei, eine möglichst hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig möglichst geringen Umweltauswirkungen sicherzustellen.

Das Klimaschutzmanagement der EVN umfasst dazu unterschiedliche Initiativen und strategische Ansätze:

  • Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Biogas): Die EVN hat sich das Ziel gesetzt, mittelfristig 50 % ihrer Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zu generieren. Derzeit wird vor allem in den Ausbau der Windkraftkapazität investiert.
  • Steigerung der Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen und Netze
  • Aktive Teilnahme an Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten zur Entwicklung von neuen Methoden zur Strom gewinnung aus erneuerbarer Energie sowie von Methoden zur Senkung der Treibhausgasemissionen
  • Information und Beratung der Kunden zur Reduktion des Energiebedarfs
  • Sicherstellung regionaler Wertschöpfung durch Nutzung heimischer Energieträger Biomasse und Biogas
  • Aktive Teilnahme an der Einführung alternativer Fahrzeugantriebe (Elektro- oder Erdgasfahrzeuge)
  • Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Mitarbeitern durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen
  • Innerbetriebliche Maßnahmen, z. B. Ökologisierung der Beschaffung

Ausbau der Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie

Die EVN investiert laufend in Projekte zur Verringerung treibhausrelevanter Emissionen. Die im Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzten Initiativen haben die jährliche Einsparung der EVN um rund 68.300 Tonnen CO2 erhöht. Beispielhaft werden nachfolgend einige aktuelle Projekte vorgestellt.

Windkraft

Mit einer Gesamterzeugungskapazität von 250 MW (Vorjahr: 213 MW) gehört die EVN bereits heute zu den größten Windkraftbetreibern Österreichs. Um ihre Windkraftkapazitäten mittelfristig auf 300 MW weiter zu steigern und damit CO2-Emissionen in noch höherem Maß zu vermeiden, investiert die EVN laufend in neue Projekte:

  • Im Berichtsjahr wurde der bislang leistungsstärkste Windpark der EVN in Betrieb genommen: In den Gemeindegebieten von Prottes und Ollersdorf errichtete die EVN zwölf Windräder mit einer Gesamtleistung von 36,6 MW. Dies entspricht einer jährlichen Emissionsvermeidung von mehr als 55.000 Tonnen CO2.

Biomasse

Die EVN betreibt aktuell mehr als 60 Biomasseanlagen und ist damit der größte Naturwärmeversorger in Österreich. Insgesamt verwertet die EVN in ihren Anlagen pro Jahr ca. 1,5 Mio. Schüttraummeter Hackschnitzel. Auch in diesem Bereich wird laufend an Erweiterungen gearbeitet:

  • Eine jährliche CO2-Einsparung von 5.000 Tonnen bringt das neue Biomasse-Heizwerk der EVN in Korneuburg, das nach achtmonatiger Bauzeit im November 2014 in Betrieb ging und über ein rund neun Kilometer langes Fernwärmenetz Kunden in der Region mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt.
  • Die Klimabündnisgemeinde Mariazell profitiert neuerdings ebenfalls von einer jährlichen CO2-Einsparung von 3.300 Tonnen. Im November 2014 fand dort die offizielle Eröffnungsfeier für das neue Biomasse-Fernheizwerk statt, das von einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadtbetriebe Mariazell und der EVN Wärme errichtet wurde.
  • Weitere 2.500 Tonnen CO2 pro Jahr können durch das im Dezember 2014 eröffnete neue Biomasse-Heizwerk in Leopoldsdorf eingespart werden.

Weitere Projekte

  • Mit dem „Energiewandler“ in ihrem Kraftwerk Theiß hat die EVN eine innovative Methode entwickelt, um Erzeugungsspitzen, die aus der Überproduktion von Strom aus Wind- und Sonnenkraft resultieren, zur Erzeugung von Wärmeenergie für das Fernwärmenetz der Stadt Krems zu nutzen. Durch den Einsatz des „Energiewandlers“ werden in Zukunft rund 1 Mio. m3 Erdgas eingespart und damit rund 2.500 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.

Effizienz der EVN Kraftwerke

Neben dem Ausbau ihrer Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie arbeitet die EVN insbesondere im Rahmen von Zertifizierungen (z.B. nach EMAS) auch an der ständigen Effizienzsteigerung ihrer Kraftwerke. Dadurch sollen in der Stromerzeugung sowohl der Ressourceneinsatz als auch der Emissionsausstoß reduziert werden. Im Rahmen der CSR-Zielgespräche der EVN werden zudem regelmäßig konkrete Ziele und Maßnahmen zur Steigerung der Wirkungsgrade der thermischen Kraftwerke, zur Erhöhung der Eigenerzeugungsquote sowie zu Energieeinsparungen im Kraftwerksbetrieb beschlossen.

Der durchschnittliche Nutzungsgrad (Grad der tatsächlichen Umsetzung des Brennstoffs in Strom bzw. Wärme) der Anlagen der EVN zur Energieerzeugung aus Erdgas in Österreich und Bulgarien betrug im Geschäftsjahr 2014/15 durchschnittlich 70,42 % 1) (Vorjahr: 71,3 %), der entsprechende Wert für die Anlagen der EVN zur Energieerzeugung aus Steinkohle belief sich auf durchschnittlich 53,56 % (Vorjahr: 50,3 %).
1) Nach Kapazität gewichteter Wert

Emissionen

Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen

Die EVN setzt auf ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um ihre betriebliche Energieeffizienz zu verbessern und die mit ihrer Tätigkeit verbundenen Emissionen auf Produktions-, Energiebeschaffungssowie Kundenseite zu reduzieren. Die Berechnung der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen erfolgt dabei nach den Regeln und anhand der Faktoren, die die EU-Emissionshandelsrichtlinie für die einzelnen Länder vorschreibt, und umfasst sämtliche CO2-Emissionen. Diese werden auf Basis von vorgegebenen Emissionsfaktoren für die jeweils eingesetzten Primärenergieträger berechnet. Die Zuordnung der Emissionen zu den einzelnen Kategorien (Scopes) folgt den Empfehlungen des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) des World Resource Institute (WRI).

Direkte THG-Emissionen (Scope 1)1) (EN15)2014/152013/142012/13
Österreich und Deutschland2)t CO22.232.2582.058.9001.513.334
Bulgarient CO2162.109154.198161.422
Mazedonient CO22.2662.4652.628
Gesamtt CO22.396.6332.215.5631.677.385
t CO2/GWh334,31336,21281,54
Indirekte THG-Emissionen (Scope 2)1) (EN16) 2014/152013/142012/13
Österreich und Deutschland1)t CO2126.222110.24862.903
Bulgarient CO252.78253.37456.371
Mazedonient CO23.9334.0514.522
Gesamtt CO2182.937167.674123.796
t CO2/GWh336,27358,79378,85

Die absolute Menge der direkten Treibhausgasemissionen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014/15 aufgrund des erstmals ganzjährigen Betriebs des im Dezember 2013 in Betrieb genommenen Steinkohlekraftwerks Duisburg-Walsum.

  • GRI-Indikatoren: Direkte THG-Emissionen (Scope 1) (G4-EN15); Indirekte THG-Emissionen (Scope 2 und 3) (G4-EN16, G4-EN17)
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3)1) (EN17)2)2014/152013/142012/13
Gesamtt CO26.376.7387.045.3237.466.395
t CO2/GWh302,53318,76321,41
Intensität der THG-Emissionen1) (EN18)2)2014/152013/142012/13
Summe CO2-Emissionent CO2/GWh378,82385,97353,05

Emissionsmengen der Wärmekraftwerke
und Heizkraftwerke der EVN (EN21) 1)

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