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Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld - Kennzahlen2014/152013/14+/-
in %
2012/13
Temperaturbedingter Energiebedarf1)%
Österreich88,186,91,2107,5
Bulgarien94,680,414,288,0
Mazedonien99,989,410,495,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl - BrentEUR/Barrel52,779,7–33,982,9
Erdgas - NCG2)EUR/MWh21,422,1–3,026,9
Kohle - API#23)EUR/t53,959,5–9,563,1
CO2-Emissionszertifikate (2./3. Periode)EUR/t7,25,238,85,3
Strom - EEX Forwardmarkt4)
GrundlaststromEUR/MWh34,938,6–3,847,5
SpitzenlaststromEUR/MWh43,849,2–5,458,8
Strom - EPEX Spotmarkt5)
GrundlaststromEUR/MWh32,133,5–4,138,8
SpitzenlaststromEUR/MWh39,842,2–5,649,9

Die energiewirtschaftliche Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Bereich der Retail-Kunden sind die Witterungsbedingungen für die Nachfrage nach Energie in Form von Strom, Erdgas und Wärme ausschlaggebend, während die Nachfrage der Industriekunden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.

Die Durchschnittstemperaturen in Österreich zeigten im Berichtszeitraum kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr, das von einem überdurchschnittlich milden Winter geprägt gewesen war. In Südosteuropa wurden hingegen deutlich niedrigere Temperaturen verzeichnet. Während sich dadurch die Heizgradsumme in Österreich nur geringfügig um 1,2 Prozentpunkte erhöhte, nahm sie in Bulgarien und Mazedonien um 14,2 bzw. 10,4 Prozentpunkte zu.

Auch im Geschäftsjahr 2014/15 gingen die Preise für Primärenergieträger wie Rohöl, Erdgas und Steinkohle weiter zurück. Hauptgründe dafür waren höhere Lagerstände. Sie ergaben sich aus der durch die eingetrübten Konjunkturaussichten rückläufigen Nachfrage, der unveränderte Förderquoten gegenüberstanden. Bei den CO2-Emissionszertifikaten führte die Verringerung der Auktionsmenge durch die Europäische Union im Vorjahresvergleich zwar zu einem Anstieg des Preises, der aber nach wie vor als günstig zu bewerten ist. In Kombination mit den weiterhin sinkenden Steinkohlepreisen fördert dies die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Kohle, während etwa in Deutschland und Österreich hochmoderne Gaskraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet oder bereits vom Netz genommen wurden.

Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Termin- und Spotmarktpreise an den europäischen Strombörsen. Hier führten der fortgesetzte Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, der erst schrittweise umzusetzende Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung und die stagnierende Konjunktur zu einem Überangebot. Die Folge daraus sind gleichfalls Stilllegungen von thermischen Kraftwerken, wie sie im Markt bereits zu beobachten waren.

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