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Nichtfinanzielle Kennzahlen

Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen „Mensch“, „Umwelt“ und „Wirtschaft“ als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei. Als Basis für ein gezieltes Controlling der CSR-Aktivitäten fand auch eine Reihe an CSR-Kennzahlen Eingang in das interne und externe Reporting der EVN. Einen Auszug der wichtigsten nichtfinanziellen Kennzahlen für die EVN finden Sie in diesem Kapitel.

Arbeiten bei der EVN2014/152013/142012/131)
Mitarbeiter gesamtDurchschnitt6.9737.3147.445
Frauenanteil%21,921,421,9
Aus- und Weiterbildungsaufwand2)Mio. EUR1,92,32,3
Aus- und Weiterbildungsaufwand pro Mitarbeiter2)EUR275,7310,4314,8
Ausbildungsstunden pro MitarbeiterStunden30,734,931,3
ArbeitsunfälleAnzahl8397121

Die EVN als verantwortungsbewusster Arbeitgeber

Der Frauenanteil unter den Mitarbeitern betrug in der Berichtsperiode 21,9 %. Bereits im Geschäftsjahr 2010/11 hatte die EVN das Programm „Frauen@EVN“ initiiert. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betreffen als Männer. Ziele sind dabei die Gewährleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sowie die Erhöhung des Frauenanteils in der EVN.

Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Organisiert werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie.

Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung nehmen in allen Unternehmenseinheiten der EVN einen zentralen Stellenwert ein. Das hohe Sicherheitsniveau wird vor allem durch Schulungen und Bewusstseinsbildung gewährleistet.

Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Ressourcenschonung, nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz

Energieerzeugung

Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen – vor allem aus Wind- und Wasserkraft, aber auch aus Biomasse und Sonnenenergie – einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Geschäftsjahr 2014/15 stammten bereits 43,1 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität in diesem Bereich von derzeit 250 MW mittelfristig auf rund 300 MW zu erhöhen.

Arbeiten bei der EVN2014/152013/142012/13
Anteil erneuerbare Energie an Gesamtproduktion%43,142,552,8
Erzeugungskapazität aus WindkraftanlagenMW250213200
Eigenerzeugungsquote%25,322,718,3

Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie die Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an; 30 % des konzernweiten Stromabsatzes sollen aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abgedeckt werden können. Im Geschäftsjahr 2014/15 betrug die Eigenerzeugungsquote 25,3 %.

Innovation, Forschung und Entwicklung

Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungsund Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das konkrete Projektportfolio wird dabei durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Energie und Umwelt bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und beziehen sich auf die Schonung von Umwelt und Ressourcen, auf die Versorgungssicherheit und vor allem auf die Wettbewerbsfähigkeit der EVN. Forschungsprojekte werden – je nach konkreter Anforderung und Sinnhaftigkeit – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet damit einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.

Aufwand Innovations-, Forschungs-
und Entwicklungsprojekte in Mio. EUR
Förderquote 1) in %

Im Geschäftsjahr 2014/15 wendete die EVN 1,4 Mio. Euro (davon 13,7 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Themengebiet der Netzintegration erneuerbarer Energieträger. So wurden Projekte zu innovativen Energiespeichern sowie zu dezentraler Erzeugung und Smart Grids initiiert und umgesetzt. Unter Führung der EVN weitergeführt wurde darüber hinaus in der Berichtsperiode die E-Mobilität-Modellregion Niederösterreich mit zahlreichen Angeboten für Endkunden. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung und Flexibilisierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2-Abscheidung. Das dabei gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden. Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte auf der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Abwasseranlagen, der weiteren Optimierung des Energiebedarfs für neu zu errichtende Abwasseranlagen, der Fortsetzung der Entwicklung im Bereich Kleinklärschlammverbrennung und der Untersuchung der hier anfallenden Rückstände auf ihre Eignung für weiterführende Aufbereitungsschritte.

Darüber hinaus hat die EVN im Geschäftsjahr 2014/15 im Rahmen des Projekts „EVN Zukunftslabor“ ein Expertenteam mit der Ausarbeitung von möglichen Szenarien für das Jahr 2025 und der Identifikation und Bewertung entsprechender Entwicklungsmöglichkeiten für das Unternehmen beauftragt. Dazu erfolgten umfangreiche Recherchen und Detailanalysen zu den für die Energiewirtschaft relevanten ökonomischen, gesellschaftlichen, technischen, politischen und ökologischen Trends. Ergebnis war ein Bild des Jahres 2025 in vier unterschiedlichen Szenarien, auf dessen Basis die EVN Experten schließlich konkrete Handlungsoptionen und Geschäftsmodelle entwickelten.

Eine weitere Innovationsinitiative, die dem aktiven Informationsaustausch der EVN Mitarbeiter untereinander und damit als Inspiration für die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle dient, ist der EVN Trendmonitor. Diese konzernweite Plattform, die im Geschäftsjahr 2013/14 ins Leben gerufen wurde, ermöglicht allen Mitarbeitern der EVN, aktuelle Beiträge zu energiewirtschaftlich relevanten Themen zu teilen und aktuelle Trends zu verfolgen. Die Plattform ist in Rubriken gegliedert, die die Bereiche „Energie und Umwelt“, „Business“, „Soziale Trends“, „Lernen“ und „Zukunft“ abdecken. Der stetige offene Wissensaustausch steht dabei im Vordergrund. Für die verschiedenen Themenbereiche wurden jeweils so genannte „Trend-Scouts“ nominiert. Sie beurteilen die Relevanz der Beiträge, die dann in Form von Artikeln, Videos oder Präsentationen durch das zuständige Chefredaktionsteam wöchentlich veröffentlicht werden.

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