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Energiehandel und -vertrieb

Das Segment „Energiehandel und -vertrieb“ erfasst den Handel mit und den Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden vorwiegend auf dem österreichischen Heimmarkt und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Erdgas und anderen Primärenergieträgern sowie die Produktion und den Verkauf von Wärme.

Highlights 2014/15

  • Energieverkauf an Endkunden
    - Nachfragerückgang bei Erdgas
    - Leichter Anstieg bei Strom und Wärme
  • Anstieg der Umsatzerlöse durch Vermarktung der Energie des Kraftwerks Duisburg-Walsum sowie verstärkte Aktivitäten im Erdgashandel
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern durch Sondereffekte belastet
Kennzahlen - Energiehandel und -vertrieb 2014/152013/14
+/-
absolut in %
2012/131)
Energiewirtschaftliche KennzahlenGWh
Energieverkauf an Endkunden 
Strom 6.8046.787170,37.188
Erdgas 5.2415.383–142–2,66.333
Wärme 1.8271.806221,21.857
FinanzkennzahlenMio. EUR
Außenumsatz 470,9431,539,59,2387,8
Innenumsatz 14,917,2–2,3–13,117,9
Gesamtumsatz 485,8448,637,28,3405,8
Operativer Aufwand –558,7–448,5–110,2–24,6–415,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
 70,055,214,726,638,3
EBITDA –2,955,3–58,228,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
 –17,7–16,1–1,5–9,6–15,8
Operatives Ergebnis (EBIT) –20,639,2–59,812,8
Finanzergebnis –5,0–3,0–2,0–65,8–3,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –25,636,2–61,89,7
Gesamtvermögen 612,8509,4103,420,3420,4
Gesamtschulden 518,7409,3109,426,7332,4
Investitionen2) 22,732,3–9,6–29,730,0

Energieabsatz an Endkunden

Während beim Strom- und Wärmeabsatz im Berichtszeitraum ein leichter Anstieg von 0,3 % bzw. 1,2 % zu verzeichnen war, ging der Erdgasabsatz um 2,6 % zurück. Im Strombereich zeigte sich in allen Kundensegmenten erhöhte Nachfrage, der Wärmeabsatz wiederum war sowohl durch die Temperaturentwicklung als auch durch Netzverdichtungsmaßnahmen positiv beeinflusst.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse stiegen in der Berichtsperiode um 37,2 Mio. Euro bzw. 8,3 % auf 485,8 Mio. Euro an. Hauptverantwortlich dafür waren die Vermarktung der Erzeugungsmengen des Kraftwerks Duisburg-Walsum und die Intensivierung der Aktivitäten im Erdgashandel.

Operativer Aufwand

Der operative Aufwand des Segments erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 110,2 Mio. Euro bzw. 24,6 % auf 558,7 Mio. Euro. Ins Gewicht fielen hier zum einen der Bezug des im Kraftwerk Duisburg-Walsum erzeugten Stroms sowie die für die gesteigerten Handelsaktivitäten erforderlichen höheren Erdgasmengen. Zum anderen wirkten sich mit zusätzlichen Rückstellungen für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Stromproduktion und der Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH auch Sondereffekte aufwandssteigernd aus.

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg um 14,7 Mio. Euro bzw. 26,6 % auf 70,0 Mio. Euro an.

Operatives Ergebnis

Per Saldo lag das EBITDA mit –2,9 Mio. Euro um 58,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Abschreibungen inklusive der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erhöhten sich um 1,5 Mio. Euro bzw. 9,6 % auf 17,7 Mio. Euro, in erster Linie hervorgerufen durch den fortschreitenden Ausbau der Wärmenetze. In Summe führten insbesondere die erwähnten Sondereffekte zu einem EBIT-Rückgang von 59,8 Mio. Euro auf –20,6 Mio. Euro.

Finanzergebnis und Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Finanzergebnis verringerte sich nach –3,0 Mio. Euro im Vorjahr um 2,0 Mio. Euro bzw. 65,8 % auf –5,0 Mio. Euro. Damit kam das Ergebnis vor Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2014/15 mit –25,6 Mio. Euro um 61,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert zu liegen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen blieb mit 22,7 Mio. Euro in der Berichtsperiode unter dem Niveau des Vorjahres. Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit standen weiterhin der Anlagen- und Netzausbau sowie die Netzverdichtung im Wärmebereich. Die EVN ist mit ihren mehr als 60 Biomasseanlagen der größte Naturwärmeversorger in Österreich.

Ausblick

Das Segmentergebnis war im abgeschlossenen Geschäftsjahr wesent lich von Einmaleffekten aus der Bildung von Rückstellung beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2015/16 ist wieder mit einem positiven Ergebnis zu rechnen, das allerdings durch rückläufige Preisentwicklungen nicht an jenes des Geschäftsjahres 2013/14 heranreichen könnte.

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