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Die vier „Welten“

Im Rahmen des EVN Zukunftslabors wurden – durch Aggregation von Thesen zur zukünftigen Entwicklung der Welt – vier Basisszenarien entworfen, auf deren Grundlage in weiterer Folge Optionen sondiert und Geschäftsideen für die EVN entwickelt wurden. Die Szenarien sollten die Welt abbilden, wie sie in zehn Jahren aussehen könnte, und damit einen möglichst realistischen Hintergrund für konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung des Unternehmens bilden. Hier ein Überblick:

Smarte Welt

„Smarte Technologien“ sind im zusammengewachsenen, smarten Europa aus vielen Bereichen unseres Lebens nicht mehr wegzudenken. Mobiltelefone, die nicht „smart“ sind, gibt es kaum mehr, und jeder ist online verbunden. Die Energiewende hat sich durchgesetzt, fossile Energieträger wurden fast vollständig durch erneuerbaren, dezentral erzeugten Strom substituiert. Die Geschwindigkeit aller wirtschaftlichen Prozesse hat durch die Digitalisierung stark zugelegt. Ideen werden rascher umgesetzt, wodurch Startups rasch zu blühenden Unternehmen geworden sind.

Ziellosigkeit

Dieses Szenario unterstellt eine (energie-)politische Richtungslosigkeit: So bleibt etwa die Verwaltungsreform aus, das Problem der Pensionslücke wird nicht gelöst, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Energiesektor sind nicht klar definiert. Deshalb kommt es in der Energiewirtschaft zu keinen größeren strukturellen Änderungen. Die Wirtschaftsdynamik ist zu schwach, um deutliche Akzente zu ermöglichen. Es herrscht intensiver Verdrängungswettbewerb.

Reindustrialisierung

Öl und Erdgas spielen wieder die zentrale Rolle in der Energieversorgung. Neue Fördertechnologien lösen einen neuen Boom in vielen Teilen der Welt aus. Auch Europa nutzt seine konventionellen Energieressourcen massiv und ist damit weniger abhängig von den internationalen Entwicklungen. Niedrige Energiepreise wirken sich positiv auf die Wirtschaftsdynamik aus. Umweltbedenken werden ausgeräumt sein oder im Interesse der Wirtschaftsentwicklung hintangestellt.

Talfahrt

Dieses Szenario basiert auf der Annahme einer weitgehenden Rezession in Europa. Der Wohlstand pendelt sich auf dem gesamten Kontinent auf gleichmäßig niedrigem Niveau ein. Die Energiewende wird wegen Geldmangels gestoppt; Energiesparen gewinnt schon aus wirtschaftlichen Gründen weiter an Bedeutung. In der Energiewirtschaft findet eine Konzentration auf wenige Anbieter statt; für dezentrale Lösungen fehlt das Geld. Einfache und robuste Technologien stehen im Vordergrund.

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