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Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2014/15 und 2013/14 ist hier dargestellt.

45. Grundkapital

Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330,0 Mio. Euro (Vorjahr: 330,0 Mio. Euro) und besteht aus 179.878.402 Stückaktien (Vorjahr: 179.878.402).

46. Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten nach österreichischem Aktienrecht gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 195,6 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro) und nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 57,3 Mio. Euro (Vorjahr: 57,3 Mio. Euro).

47. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.868,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.794,9 Mio. Euro) enthalten die anteiligen Gewinnrücklagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sowie solche aus sukzessiven Unternehmenserwerben.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:

47. Entwicklung Bilanzgewinn der EVN AG
Mio. EUR
Ausgewiesener Jahresüberschuss 2014/1565,9
Zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2013/140,1
Zuzüglich Auflösung unversteuerter Rücklagen2,5
Zuzüglich Auflösung freier Gewinnrücklagen6,5
Abzüglich Dotierung unversteuerter Rücklagen–0,2
Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn74,9
Vorgeschlagene Gewinnausschüttung–74,7
Ergebnisvortrag für das Geschäftsjahr 2015/160,2

Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.

Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 74,7 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro pro Aktie wurde in der 86. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Jänner 2015 zugestimmt. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2015.

48. Bewertungsrücklagen

In der Bewertungsrücklage werden Wertänderungen von Available-for-Sale-Finanzinstrumenten und von Cash Flow Hedges, die Neubewertung aus IAS 19 sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.

Darüber hinaus sind anteilige Wertänderungen von Bewertungsrücklagen in Höhe von –5,2 Mio. Euro (Vorjahr: –0,6 Mio. Euro) in der Gesamtergebnisrechnung (siehe Konzern-Gesamtergebnisrechnung) enthalten, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind.

48. Bewertungsrücklagen
30.09.201530.09.2014
Mio. EURVor SteuernSteuernNach SteuernVor SteuernSteuernNach Steuern
Im sonstigen Ergebnis erfasste Posten aus
Available-for-Sale-Finanzinstrumenten87,6–21,965,7251,1–62,8188,3
Cash Flow Hedges–48,915,5–33,4–54,317,1–37,2
Neubewertungen IAS 19–90,622,2–68,5–111,827,8–84,0
At Equity einbezogenen Unternehmen–36,73,0–33,7–15,1–15,1
Summe–88,718,8–69,969,9–17,852,1

In dem auf at Equity einbezogene Unternehmen entfallenden Teil der Bewertungsrücklage sind mit Ausnahme der von der WEEV Beteiligungs GmbH erfassten Wertänderungen im Zusammenhang mit den von der WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG (AFS-Finanzinstrumente) im Wesentlichen erfolgsneutrale Komponenten hinsichtlich Cash Flow Hedges und Neubewertungen gemäß IAS 19 abgebildet.

Betreffend Cash Flow Hedges wurden im Geschäftsjahr 2014/15 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.

49. Eigene Anteile

Der Zukauf von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2014/15 im Ausmaß von 186.571 Stück (das sind 0,10 % des Grundkapitals; Vorjahr: 164.000 Stück bzw. 0,09 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 1,9 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 1,8 Mio. Euro (30. September 2014: Anschaffungswert von 1,8 Mio. Euro bzw. Kurswert von 1,7 Mio. Euro) erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 und in der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. Jänner 2014 genehmigten Rückkaufprogramme. Im Geschäftsjahr 2014/15 erfolgte der Verkauf von 68.244 Stück eigener Aktien, um diese anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können (Vorjahr: 67.620 Stück).

Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile entwickelte sich daher wie folgt:

49. Entwicklung der Anzahl der
in Umlauf befindlichen Anteile
StückaktienEigene AktienIn Umlauf befindliche Anteile
30.09.2013179.878.402–1.843.612178.034.790
Erwerb eigener Aktien–164.000–164.000
Verkauf eigener Aktien67.62067.620
30.09.2014179.878.402–1.939.992177.938.410
Erwerb eigener Aktien–186.571–186.571
Verkauf eigener Aktien68.24468.244
30.09.2015179.878.402–2.058.319177.820.083

Die Zahl der in Umlauf befindlichen Anteile zum gewichteten Durchschnitt, die als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 177.871.236 Stück (Vorjahr: 177.936.810 Stück).

Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

50. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften.

Die folgende Tabelle zeigt Informationen zu jedem vollkonsolidierten Tochterunternehmen der EVN mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen:

>Tabelle vergrößern
50.Finanzinformationen von Tochterunternehmen mit
wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
30.09.201530.09.2014
TochterunternehmenRBGBUHOEVN MacedoniaRBGBUHOEVN Macedonia
Nicht beherrschende Anteile in Prozent49,97 %26,37 %10,00 %49,97 %26,37 %10,00 %
Buchwert der nicht beherrschenden Anteile193,836,115,0178,735,712,6
Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis38,22,02,529,02,0–2,2
Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividenden17,52,130,02,1
 
Bilanz
Langfristige Vermögenswerte387,1175,5285,8357,1174,2280,7
Kurzfristige Vermögenswerte0,27,192,60,26,997,8
Langfristige Schulden130,5156,6
Kurzfristige Schulden0,0*)0,0*)98,90,0*)0,0*)97,2
 
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse0,0*)375,50,0*)380,8
Ergebnis nach Ertragsteuern76,47,424,958,17,4–22,2
 
Cash Flows
Cash Flow aus dem operativen Bereich35,08,243,960,18,225,0
Cash Flow aus dem Investitionsbereich–18,6–16,5
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich–35,0–8,1–27,5–60,0–8,1–5,1

Langfristige Schulden

51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Position „Langfristige Finanzverbindlichkeiten“ setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

51. Zusammensetzung
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Nominal-
verzinsung
(%)
LaufzeitNominaleBuchwert
30.09.2015
Mio. EUR
Buchwert
30.09.2014
Mio. EUR
Marktwert
30.09.2015
Mio. EUR
Anleihen679,4705,7805,3
EUR-Anleihe5,0002009–201628,5 Mio. EUR28,40,0
EUR-Anleihe5,2502009–2017150,0 Mio. EUR149,6149,4162,4
EUR-Anleihe5,2502009–201930,0 Mio. EUR29,829,734,7
EUR-Anleihe4,2502011–2022300,0 Mio. EUR285,1288,6351,6
JPY-Anleihe3,1302009–202412,0 Mrd. JPY92,887,7103,9
EUR-Anleihe4,1252012–2032100,0 Mio. EUR97,697,4122,2
EUR-Anleihe4,1252012–203225,0 Mio. EUR24,524,530,5
Bankdarlehen (inkl. Schuldscheindarlehen)0,2–7,48bis 2042-856,21.041,9916,7
Summe1.535,71.747,71.722,1

Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

51. Fälligkeitsstruktur langfristige
Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR
Restlaufzeit zum 30.09.2015
Restlaufzeit zum 30.09.2014
< 5 Jahre> 5 JahreSumme< 5 Jahre> 5 JahreSumme
Anleihen179,4500,1679,4207,5498,3705,7
davon fix verzinst179,4407,2586,6207,5410,6618,0
davon variabel verzinst92,892,887,787,7
Bankdarlehen356,5499,8856,2432,2609,81.041,9
davon fix verzinst245,2469,8715,0259,2528,7787,9
davon variabel verzinst111,330,0141,2173,081,1254,0
Summe535,8999,91.535,7639,71.108,01.747,7

Anleihen
Sämtliche Anleihen sind endfällig. Die Anleihe in fremder Währung wird hinsichtlich Zins- und Währungsrisiken mittels Cross-Currency- Swaps abgesichert.

Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleiheverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber. Das Ergebnis aus dem Absicherungsgeschäft der JPY-Anleihe mittels Cross Currency Swaps belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 0,6 Mio. Euro (davon Bewertung der Anleihe 4,8 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 4,2 Mio. Euro; Vorjahr: 0,5 Mio. Euro Ergebniseffekt, davon Bewertung der Anleihe 9,1 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 8,5 Mio. Euro). Der Marktwert wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihenkurs und dem Devisenkurs ermittelt.

Bankdarlehen
Dabei handelt es sich neben allgemeinen Bankdarlehen um Darlehen, die durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschafts-Fonds gefördert sind. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.

Die Zinsenabgrenzungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

52. Latente Steuern

52. Latente Steuern Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Aktive latente Steuern
Sozialkapital–44,8–51,9
Vortragsfähige steuerliche Ergebnisse–74,4–87,3
Sonstige aktive latente Steuern–13,9–17,2
Passive latente Steuern
Anlagevermögen57,756,0
Finanzinstrumente14,656,3
Sonstige passive latente Steuern5,65,1
Summe–55,2–39,0
davon aktive latente Steuern–86,4–87,1
davon latente Steuerverbindlichkeiten31,248,1

Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

52. Veränderung latente Steuern Mio. EUR2014/152013/14
Latenter Steuersaldo 01.10.–39,075,6
– Erfolgsneutrale Veränderungen aus Währungsdifferenzen und sonstige Veränderungen–1,4–1,1
– Erfolgswirksame Veränderung21,7–94,4
– Erfolgsneutrale Veränderung aus Bewertungsrücklage–36,6–19,0
Latenter Steuersaldo 30.09.–55,2–39,0

Verluste, für die aktive latente Steuern angesetzt wurden, können auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisplanung innerhalb der nächsten Jahre verwertet werden. Aktive latente Steuern in Höhe von 79,5 Mio. Euro (Vorjahr: 64,7 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Verlustvorträgen, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden konnte, wurden nicht aktiviert. Davon verfallen in den nächsten fünf Jahren 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro). Die übrigen nicht aktivierten Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig.

Für Differenzen zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital bzw. zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und dem Buchwert der nach der at Equity einbezogenen Beteiligungen (Outside-Basis Differences) wurden passive latente Steuern in Höhe von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) für temporäre Differenzen in Höhe von 67,8 Mio. Euro (Vorjahr: 41,8 Mio. Euro) nicht angesetzt, da diese in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben werden.

53. Langfristige Rückstellungen

53. Langfristige Rückstellungen Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Rückstellung für Pensionen259,6282,4
- Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen20,531,8
- Rückstellung für Abfertigungen90,393,6
- Sonstige langfristige Rückstellungen90,789,6
Summe461,1497,4

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:

- Zinssatz 2,40 % p. a. (Vorjahr: 2,40 % p. a.)
- Bezugserhöhungen 2,00 % p. a.; Folgejahre 2,00 % p. a. (Vorjahr: Bezugserhöhungen 2,50 % p. a., Folgejahre    2,50 % p. a.)
- Pensionserhöhungen 2,00 % p. a.; Folgejahre 2,00 % p. a. (Vorjahr: Pensionserhöhungen 2,50 % p. a.,    Folgejahre 2,50 %)
- Rechnungsgrundlagen gemäß dem Vorjahr „AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung –    Pagler & Pagler“

53. Entwicklung der Rückstellungen für
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
Mio. EUR
2014/152013/14
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 01.10.314,2290,9
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs)3,02,5
+ Zinsaufwand7,610,2
- Pensionszahlungen–27,3–17,1
+/- Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn–17,427,6
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.09.1)280,1314,2

Zum 30.September 2015 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen 13,9 Jahre (Vorjahr: 14,0 Jahre) und die der pensionsähnlichen Verpflichtungen 17,3 Jahre (Vorjahr: 17,3 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2015/16 werden Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 16,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro) erwartet.

53. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen Mio. EUR2014/152013/14
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 01.10.93,690,3
+/– Konsolidierungskreisänderungen–0,2
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs)3,23,3
+ Zinsaufwand2,43,4
– Abfertigungszahlungen–4,8–6,9
+/– Versicherungsmathematischer Verlust /Gewinn–3,83,5
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.09.90,393,6

Zum 30. September 2015 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 13,9 Jahre (Vorjahr: 11,2 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2015/16 werden Zahlungen für Abfertigungsverpflichtungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) erwartet.

Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter wirkt sich ceteris paribus auf die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie auf die Rückstellung für Abfertigungen wie folgt aus:

53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
in %
30.09.201530.09.2014
Veränderung
der Annahme
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zinssatz0,50 %7,04 %–6,26 %6,37 %–5,64 %
Bezugserhöhung1,00 %–2,60 %2,93 %–2,65 %3,00 %
Pensionserhöhung1,00 %–9,84 %11,97 %–9,60 %10,48 %
Restlebenserwartung1 Jahr–4,50 %4,56 %–4,56 %4,62 %
  
53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für
Abfertigungen in %
30.09.201530.09.2014
Veränderung
der Annahme
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zinssatz0,50 %4,99 %–4,65 %5,34 %–4,97 %
Bezugserhöhung1,00 %–10,15 %11,56 %–10,76 %12,31 %

Die Sensitivitätsanalyse wurde für jeden wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter separat durchgeführt. Während für die Analyse jeweils nur ein wesentlicher Parameter verändert wurde, wurden gleichzeitig alle anderen Einflussgrößen konstant gehalten („Ceteris paribus"). Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgte analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung. Die Grenzen dieser Methode bestehen darin, dass keine Interdependenzen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt wurden. Bei den Abfertigungsverpflichtungen wurde auf eine Dartstellung der Sensitivität der Restlebenserwartung verzichtet, da diese die Verpflichtung nur unwesentlich beeinflusst.

53. Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen
Mio. EUR
JubiläumsgelderMieten für
Netzzutritte
Prozesskosten /
-risiken
Umwelt- und
Entsorgungs-
risiken
Übrige
langfristige
Rückstellungen
Summe
Buchwert 01.10.201420,79,917,437,93,689,6
Währungsdifferenzen–0,0*)0,0*)–0,0*)–0,0*)
Zinsaufwand0,6–0,0*)–0,0*)0,7–0,60,6
Verwendung–0,2–0,3–4,6–0,2–0,8–6,1
Zuführung0,30,40,79,81,112,4
Umbuchung0,0*)–3,0–3,11,2–0,9–5,8
Buchwert 30.09.201521,47,010,449,42,390,7

Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien. Verschiedene Verfahren und Klagen, welche großteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren und derzeit anhängig sind, werden in den Prozesskosten/-risiken abgebildet. Umwelt- und Entsorgungsrisiken umfassen in erster Linie die geschätzten aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten sowie Vorsorgen für Umwelt- und Altlastenrisiken.

54. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse

In den Baukosten- und Investitionszuschüssen sind Zugänge in Höhe von 69,0 Mio. Euro (Vorjahr: 63,6 Mio. Euro) enthalten.

Investitionszuschüsse betreffen insbesondere Anlagen der EVN Wasser, Wärmeanlagen, die Abfallverwertungsanlage Zwentendorf und Kleinwasserkraftwerke der EVN Naturkraft.

55. Übrige langfristige Schulden

Die Pachtverbindlichkeiten beinhalten langfristige Nutzungsverträge von Wärmenetzen sowie Heizwerken. Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betreffen anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken.

Die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften beinhalten die negativen Marktwerte im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften bei Anleihen, denen zum Teil eine gegenläufige Entwicklung der Anleiheverbindlichkeit gegenübersteht, sowie von Projektfinanzierungen im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum.

Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderen abgegrenzte Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Steuergruppe in Österreich sowie abgegrenzte langfristige Stromlieferverpflichtungen und langfristige Kundenanzahlungen.

55. Übrige langfristige Schulden Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Pachtverbindlichkeiten16,019,8
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen2,02,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften48,756,9
Sonstige übrige Verbindlichkeiten8,98,1
Summe75,687,8
55. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Schulden Mio. EUR
Restlaufzeit zum 30.09.2015Restlaufzeit zum 30.09.2014
 < 5 Jahre> 5 JahreSumme< 5 Jahre> 5 JahreSumme
Pachtverbindlichkeiten7,78,316,09,410,419,8
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen1,80,12,02,30,62,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften32,116,748,70,0*)56,956,9
Sonstige übrige Verbindlichkeiten2,26,78,92,65,58,1
Summe43,831,875,614,473,487,8

Kurzfristige Schulden

56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Kontokorrentkredite sind Teil des fonds der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.

56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Bankdarlehen101,4173,8
Anleiheverbindlichkeiten28,5
Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite10,220,4
Summe140,1194,2

Kredite im Ausmaß von 101,4 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind (Vorjahr: 173,8 Mio. Euro). Die Anleiheverbindlichkeiten (EUR-Anleihe) sind am 11. März 2016 endfällig und wurden daher vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert.

57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern

Die Position „Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern“ setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Energieabgaben29,231,8
Umsatzsteuer18,116,9
Körperschaftsteuer7,81,8
Sonstige Posten8,610,7
Summe63,661,1

58. Lieferantenverbindlichkeiten

In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 102,6 Mio. Euro (Vorjahr: 157,9 Mio. Euro) enthalten.

59. Kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und offene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wurde die Rückstellung mit 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Rückstellung für belastende Verträge beinhaltet absatzseitige Geschäfte im Energievertrieb sowie drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH.

59. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen Mio. EURPersonal-
ansprüche
Belastende
Verträge
Mieten für
Netzzutritte
ProzessrisikenSonstige kurzfristige
Rückstellungen
Summe
Buchwert 01.10.201467,945,923,7137,2
Währungsdifferenzen
Konsolidierungskreisänderungen–0,9–1,2–2,1
Verwendung–38,6–11,4–13,0–62,9
Zuführung45,816,60,55,067,9
Umbuchung0,13,03,2–0,55,9
Buchwert 30.09.201574,351,13,03,814,0146,1

60. Übrige kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Cash-Pooling-Salden der EVN Finanzservice mit at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber e&t aus dem Vertrieb und der Beschaffung von Strom.

Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten mit 55,5 Mio. Euro (Vorjahr: 72,4 Mio. Euro) eine im Zusammenhang mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien angesetzte Verbindlichkeit aufgrund der Rückführung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden. Weiters ist eine Verbindlichkeit in Höhe von 60,9 Mio. EUR aus der im November 2013 gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 60,9 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum mit einem Buchwert von 63,6 Mio. Euro (Vorjahr: 62,6 Mio. Euro) enthalten. Ansonsten sind in dieser Position Zinsenabgrenzungen, Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern sowie erhaltene Kautionen ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen, welche für Strom-, Erdgas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen erfolgten, Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Sozialversicherungsanstalten sowie vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse, die innerhalb eines Jahres ertragswirksam werden.

60. Übrige kurzfristige Schulden Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen151,8127,3
Verbindlichkeiten gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen9,58,7
Zinsenabgrenzungen18,318,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften17,711,6
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten148,2166,0
345,4331,9
Sonstige Verbindlichkeiten132,577,0
Summe477,9408,9

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