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Sonstige Angaben

62. Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung der EVN zeigt die Veränderung des fonds der liquiden Mittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Lauf des Berichtsjahres. Die Darstellung erfolgte nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern wurden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.

Im Zusammenhang mit der Zuführung von Abbruchrückstellungen stehende Zugänge zu immateriellem und Sachanlagevermögen werden in der Konzern-Geldflussrechnung korrigiert. Die im Vorjahr nicht zahlungswirksame Wertberichtigung der Leasingforderung zum Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wurde im Cash Flow aus dem Ergebnis korrigiert. Die damit im Zusammenhang stehende Umgliederung der verwertbaren Anlagenkomponenten in die Vorräte (siehe Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte) sowie die Ausweisänderung betreffend die Natriumhypochloritanlage in Moskau (siehe Erläuterung 44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) wurden saldiert dargestellt.

Die Ertragsteuereinzahlungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 19,6 Mio. Euro) wurden gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro). Aus diesen Anlagenabgängen resultierte ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 1,2 Mio. Euro).

Die an Aktionäre der EVN AG gezahlte Dividende in Höhe von 74,7 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro) sowie an andere Gesellschafter (jene der RBG und der BUHO) in Höhe von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro) wurde als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

62. Fonds der liquiden Mittel Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Liquide Mittel255,1217,6
davon Zahlungsmittel (Kassenbestände)0,60,6
davon Guthaben bei Kreditinstituten254,5217,0
Kontokorrentverbindlichkeiten–10,2–20,4
Summe244,9197,2

Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten betreffen 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro) Verpfändungen.

63. Risikomanagement

Zinsrisiken
Als Zinsänderungsrisiko definiert die EVN das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken und sich somit Auswirkungen auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital ergeben. Der Risikominimierung dienen die laufende Überwachung des Zinsrisikos, ein Limitsystem und Absicherungsstrategien wie der Abschluss derivativer Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 9. Finanzinstrumente).

Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt bei der EVN neben der Durchführung von Sensitivitätsanalysen unter anderem auch im Rahmen einer täglichen Value-at-Risk-(VaR)-Berechnung, bei der der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,0 % für die Haltedauer eines Tages unter Anwendung der Varianz-Kovarianz-Methode (Delta-Gamma-Ansatz) berechnet wird. Zum Bilanzstichtag betrug der Zins-VaR unter Berücksichtigung der eingesetzten Sicherungsinstrumente 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Die im Lauf des Geschäftsjahres gestiegene Volatilität der Zinsen spiegelt sich in einem Anstieg des Zins-VaR im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag wider.

Währungsrisiken
Das Risiko von ergebnisbeeinflussenden Währungsschwankungen erwächst für die EVN aus Geschäften, die nicht in Euro getätigt werden. Bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns gehalten werden (u.a. BGN, HRK, JPY, MKD, PLN, RUB), können Währungsrisiken schlagend werden. Der wesentliche Treiber des Währungsrisikos im Finanzbereich ist bei der EVN eine in japanischen Yen (JPY) begebene Anleihe. Das Management des Währungsrisikos erfolgt über die zentrale Erfassung, Analyse und Steuerung der Risikopositionen sowie durch die Absicherung der Anleihen in fremder Währung mittels Cross Currency Swaps (siehe Erläuterungen 51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 9. Finanzinstrumente).

Der Fremdwährungs-VaR bezogen auf die wesentlichen Währungsrisikotreiber im Finanzbereich belief sich am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Sicherungsinstrumente auf 3,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 3,4 Tsd. Euro) und ist weiterhin von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige Marktrisiken
Unter sonstigen Marktrisiken versteht die EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie, CO2-Emissionszertifikaten, Strom sowie Wertpapieren.

Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschaffung und den Verkauf von elektrischer Energie, Erdgas, Steinkohle, Öl, Biomasse und CO2-Emissionszertifikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungsrisiken.

63. Preisabsicherungen im Energiebereich Mio. EUR
2014/15 2013/14
 Nominalvolumina  Marktwerte  NominalvoluminaMarktwerte
KäufeVerkäufePositiveNegativeNettoKäufeVerkäufePositiveNegativeNetto
Swaps20,0–5,2–5,227,10,1–0,6–0,6
Futures3,6–15,22,72,76,1–25,02,0–0,11,9
Forwards15,5–42,77,7–0,57,224,5–63,53,5–0,82,7

Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung auf die Marktpreise gezeigt. Die Berechnung der Sensitivität wird unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben. Es handelt sich dabei um Derivate, welche als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges eingesetzt werden. Nicht einbezogen werden Derivate, welche für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens bestimmt sind (Own Use) und damit nach IAS 39 nicht als Finanzinstrumente zu bilanzieren sind.

Bei Änderung der Marktpreise um 10,0 % zum Bilanzstichtag würden sich Eigenkapitaleffekte der Derivate in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) ergeben.

Das Risiko von Preisänderungen bei Wertpapieren resultiert aus Kapitalmarktschwankungen. Die wesentlichste von der EVN gehaltene Wertpapierposition sind Aktienbestände an der Verbund AG. Der Preisänderungs-VaR der von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien betrug am Bilanzstichtag 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 23,4 Mio. Euro), wobei von einer Preisbeeinflussung bei Veräußerung eines großen Pakets an Verbund-Aktien durch die EVN von einer Preisbeeinflussung auszugehen wäre. Der VaR-Rückgang gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist auf einen geringeren Kurs-/Marktwert der Position zurückzuführen.

Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können bzw. die erforderliche Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können. Die EVN minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung. Beim Abschluss von Finanzierungen wird auf die Steuerung der Fälligkeiten besonderes Augenmerk gelegt, um ein ausgeglichenes Fälligkeitenprofil zu erreichen und so Klumpenbildungen hinsichtlich der Fälligkeitstermine zu vermeiden. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich erfolgt mittels Cash Pooling.

Für die Deckung des Liquiditätsbestands standen zum Bilanzstichtag der fonds liquider Mittel und kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 326,2 Mio. Euro (Vorjahr: 198,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus standen der EVN AG am Bilanzstichtag eine vertraglich vereinbarte, ungenutzte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 400,0 Mio. Euro (Vorjahr: 400,0 Mio. Euro nicht ausgenutzt) sowie vertraglich vereinbarte, ungenutzte, bilaterale Kreditlinien der EVN AG im Ausmaß von 175,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko war daher äußerst gering. Das Gearing lag zum Bilanzstichtag bei 47,5 % (Vorjahr: 61,6 %) und belegt die solide Kapitalstruktur der EVN.

63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten
und übrigen langfristigen Schulden Mio. EUR 
 Summe  Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2014/15
Mio. EUR
BuchwertZahlungsströme< 5 Jahre 5 Jahre
Anleihen679,4902,3305,0597,3
Langfristige Bankdarlehen856,21.046,3443,3603,0
Pachtverbindlichkeiten16,017,510,66,8
Abgrenzungen zu Finanztransaktionen2,02,01,80,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1)48,766,941,525,5
Sonstige übrige Verbindlichkeiten8,98,92,26,7
Summe1.611,32.044,0748,31.200,3
  
 SummeVertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2013/14
Mio. EUR
BuchwertZahlungsströme< 5 Jahre> 5 Jahre
Anleihen705,7960,7344,9615,8
Langfristige Bankdarlehen1.041,91.285,0541,0744,0
Pachtverbindlichkeiten19,821,813,78,1
Abgrenzungen zu Finanztransaktionen2,92,92,30,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1)56,978,745,133,6
Sonstige übrige Verbindlichkeiten8,18,12,65,5
Summe1.835,52.357,2885,91.359,8
63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus Cash Flow Hedges
Mio. EUR
Summe  Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2014/15
Mio. EUR
Zahlungsströme< 5 Jahre > 5 Jahre
Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte–262,8–116,1–146,7
Cash Flows der Sicherungsinstrumente–55,2–42,4–12,8
Gewinn / Verlust–61,1–44,5–16,6
 
SummeVertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2013/14
Mio. EUR
Zahlungsströme< 5 Jahre> 5 Jahre
Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte–393,2–218,4–174,8
Cash Flows der Sicherungsinstrumente–60,2–45,1–15,1
Gewinn / Verlust–59,7–45,3–14,5

Kreditrisiko
Kredit- bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko, aufgrund von Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen durch den Geschäftspartner Verluste zu erleiden. Dieses Risiko ergibt sich zwingend aus allen Vereinbarungen mit aufgeschobenem Zahlungsziel bzw. mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durchgeführt. Dazu werden externe Ratings (u. a. Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch, KSV 1870) der Kontrahenten herangezogen und das Geschäftsvolumen entsprechend dem Rating und der Ausfallwahrscheinlichkeit limitiert. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, kann der Geschäftsabschluss nach Erbringung einer ausreichenden Besicherung erfolgen.

Das KreditrisikoMonitoring und die Limitierung der Ausfallrisiken erfolgt einerseits für Finanzforderungen im Treasury-Bereich (u. a. Veranlagungen, Finanz- und Zinsderivate), für Derivat- bzw. Termingeschäfte, die zur Absicherung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Energiegeschäft abgeschlossen werden, sowie in Bezug auf Endkunden und sonstige Debitoren.

Zur Reduzierung des Kreditrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit namhaften Finanzinstituten mit guten Kreditratings abgeschlossen. Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird ebenfalls auf beste Bonität auf Basis internationaler Ratings geachtet.

Das Ausfallrisiko bei Kunden wird bei der EVN separat überwacht, die Beurteilung der Kundenbonität wird dabei vornehmlich von Ratings und Erfahrungswerten gestützt. Die EVN trägt Kreditrisiken mit der Bildung von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung. Zudem dienen ein effizientes Forderungsmanagement sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken.

63. Wertminderungen nach Klassen
Mio. EUR
30.09.201530.09.2014
Abschreibungen/Wertberichtigungen
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen2,50,5
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften191,4
Ausleihungen1,0
3,4192,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen37,239,3
Summe40,6231,3

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 30. September 2015 und zum 30. September 2014 entspricht den in den Erläuterungen 40. Übrige langfristige Vermögenswerte, 42. Forderungen und 43. Wertpapiere dargestellten Buchwerten ohne Finanzgarantien.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem positiven beizulegenden Zeitwert (siehe Erläuterung 65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).

Das maximale Risiko in Bezug auf Finanzgarantien wird in der Erläuterung 67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken dargestellt.

64. Kapitalmanagement

Die EVN ist bestrebt, eine solide Kapitalstruktur einzuhalten, um die daraus resultierende Finanzkraft für die Realisierung wertsteigender Investitionsvorhaben und eine attraktive Dividendenpolitik zu nutzen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 39,8 % (Vorjahr: 38,5 %). Weiters wird das Gearing als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gemessen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, kurz- und langfristiger Wertpapiere sowie Ausleihungen. Der Wert per 30. September 2015 betrug 47,5 % (Vorjahr: 61,6 %).

64. Kapitalmanagement
Mio. EUR
30.09.201530.09.2014
Langfristige Finanzverbindlichkeiten1.535,71.747,7
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1)129,9173,8
Fonds liquider Mittel–244,9–197,2
Langfristige und kurzfristige Wertpapiere–154,5–62,9
Langfristige und kurzfristige Ausleihungen–35,3–38,9
Nettoverschuldung1.230,91.622,4
Eigenkapital2.590,12.632,7
Gearing (%)47,561,6

Im EVN Konzern erfolgt ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen. Zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen. In den Verträgen wurden die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt.

65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Sofern diese nicht verfügbar ist, werden die Zeitwerte mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt. Die für die Berechnungen notwendigen Inputfaktoren werden nachstehend erläutert.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Anteilen an nichtbörsenotierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung von vergleichbaren Transaktionen. Für Finanzinstrumente, welche an einem aktiven Markt notiert sind, stellt der Börsepreis zum Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwert dar. Die Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der Anleiheverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter der Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.

In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value- Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, welche an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forward-Preiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

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65. Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
Mio. EUR
30.09.201530.09.2014
KlassenBewertungs-
kategorie
Fair-Value-
Hierarchie
(IFRS 13)
BuchwertFair ValueBuchwertFair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte--13,815,3
Andere BeteiligungenAFS-9,89,8
Andere BeteiligungenAFSStufe 1476,1476,1639,6639,6
499,7664,7
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere@FVTPLStufe 173,373,362,162,1
AusleihungenLARStufe 233,140,438,944,0
Forderungen und Abgrenzungen aus LeasinggeschäftenLARStufe 2128,1146,1207,0236,1
Forderungen aus derivativen Geschäften@FVTPLStufe 25,75,7
Sonstige übrige langfristige VermögenswerteLAR53,853,875,575,5
Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven)-14,414,6
308,4398,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
ForderungenLAR472,6472,6406,6406,6
Forderungen aus derivativen Geschäften@FVTPLStufe 27,37,30,20,2
Nicht finanzielle Vermögenswerte-23,437,1
503,2443,9
WertpapiereAFSStufe 181,381,30,80,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei KreditinstitutenLAR255,1255,1217,6217,6
255,1255,1217,6217,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
AnleihenFLACStufe 2679,4805,3705,7836,2
BankdarlehenFLACStufe 2856,2916,71.041,91.165,1
1.535,71.747,7
Übrige langfristige Schulden
PachtverbindlichkeitenFLAC16,016,419,819,8
Abgrenzungen aus FinanztransaktionenFLAC2,02,02,92,9
Sonstige übrige SchuldenFLAC8,98,98,18,1
Verbindlichkeiten aus derivativen GeschäftenHedge,
@FVTPL
Stufe 248,748,756,956,9
75,687,8
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenFLAC140,1140,1194,2194,2
LieferantenverbindlichkeitenFLAC472,3472,3505,1505,1
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle VerbindlichkeitenFLAC327,7327,7320,3320,3
Verbindlichkeiten aus derivativen GeschäftenHedge,
FVTPL
Stufe 217,717,711,611,6
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten-132,577,0
477,9408,9
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteAFS567,2650,2
Kredite und ForderungenLAR942,6945,6
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL86,362,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC2.502,72.798,2
65. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Mio. EUR
2014/152013/14
KlassenNettoergebnisdavon
Wertberichtigungen
Nettoergebnisdavon
Wertberichtigungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AFS)–8,4–2,5–0,3–0,5
Kredite und Forderungen (LAR)–42,5–38,1–235,6–230,7
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet designiert wurden (@FVTPL)
1,51,0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Schulden (FLAC)
–0,1–0,4
Summe–49,5–40,6–235,3–231,3

Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach ihrem Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das RisikoControlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf dem VaR-Verfahren erstellt.

Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei um Referenzwerte, die jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente sind. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte angesetzt.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

 30.09.2015 30.09.2014 
65. Derivative FinanzinstrumenteNominalwert1)Marktwert2)Nominalwert1)Marktwert2)
Währungsswaps
Mio. JPY (> 5 Jahre)3)12.000,0–3,812.000,0–9,1
Zinsswaps
Mio. EUR (> 5 Jahre)3)234,5–48,4347,3–58,5
Derivate Energiebereich
Käufe/Verkäufe (Steinkohle)3)20,0–5,227,1–0,6
Käufe/Verkäufe (Strom, Erdgas, Steinkohle, CO2)–39,74,5–22,2–0,6

Positive Zeitwerte sind als Forderungen aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten oder den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen, negative Zeitwerte als Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten oder den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten).

66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist unter Beteiligungen der EVN angeführt.

Im Folgenden werden Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen gemacht, welche im Geschäftsjahr 2014/15 at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.

Die folgende Übersicht zeigt die Zuordnung der at Equity einbezogenen Unternehmen nach operativem und finanziellem Charakter:

66. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures),
welche gemäß IFRS 11 in den Konzernabschluss zum
30.09.2014 at Equity einbezogen wurden
Operativer
Charakter
Finanzieller
Charakter
Gesellschaft
AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH
Bioenergie Steyr GmbH
Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s.
e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
e&t
EnergieAllianz
EVN KG
EVN-WE Wind KG
Fernwärme St. Pölten GmbH
Fernwärme Steyr GmbH
RAG
Shkodra
sludge2energy GmbH
WEEV Beteiligungs GmbH
ZOV
 
66. Assoziierte Unternehmen, welche gemäß IAS 28 in den
Konzernabschluss zum 30.09.2014 at Equity einbezogen wurden
Operativer
Charakter
Finanzieller
Charakter
Gesellschaft
EconGas
Energie Burgenland AG
Verbund Innkraftwerke GmbH
ZOV UIP

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen zu den in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):

66. Finanzinformationen für sich genommen wesentlicher
Gemeinschaftsunternehmen Mio. EUR
30.09.201530.09.2014
GemeinschaftsunternehmenEVN KGRAGZOVEVN KGRAGZOV
Bilanz
Langfristige Vermögenswerte12,1630,8257,012,9654,7258,4
Kurzfristige Vermögenswerte161,762,743,1160,0105,740,9
Langfristige Schulden1,7399,397,30,0*)459,0113,3
Kurzfristige Schulden76,580,424,177,6106,824,4
 
Überleitung auf den Buchwert des Anteils der
EVN am Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen95,6213,8178,795,3194,7161,7
Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent100,00 %100,00 %48,50 %100,00 %100,00 %48,50 %
Anteil der EVN am Nettovermögen95,6213,886,795,3194,778,4
+/- Umwertungen0,0*)181,00,5170,00,6
Buchwert des Anteils der EVN am
Gemeinschaftsunternehmen
95,6394,887,195,3364,779,0
2014/152013/14
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse504,5417,617,8533,3462,613,7
Planmäßige Abschreibungen0,0*)–53,50,0*)–51,50,0*)
Zinserträge0,10,10,50,10,10,6
Zinsaufwendungen0,0*)–5,8–9,00,0*)–6,4–10,0
Ertragsteuern0,0*)–22,4–5,7–0,1–23,0–5,5
Ergebnis nach Ertragsteuern63,865,423,053,671,021,9
Sonstiges Ergebnis–9,8–11,51,2–2,11,30,5
Gesamtergebnis54,153,924,251,572,322,4
 
Erhaltene Dividenden der EVN53,835,03,559,060,010,6

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen einzeln unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

66. Finanzinformationen für sich genommen
unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen (EVN-Anteil) Mio. EUR
2014/152013/14
Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen zum jeweiligen Bilanzstichtag39,540,9
Ergebnis nach Ertragsteuern8,54,8
Sonstiges Ergebnis–7,7–0,8
Gesamtergebnis0,84,0

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen assoziierten Unternehmen:

>Tabelle vergrößern
66. Finanzinformationen wesent-
licher assoziierter Unternehmen Mio. EUR
30.09.201530.09.2014
assoziiertes UnternehmenEconGasVerbund
IKW
ZOV UIPEnergie
Burgenland
EconGasVerbund
IKW
ZOV UIPEnergie
Burgenland
Bilanz
Langfristige Vermögenswerte48,91.288,80,2765,549,91.318,40,2777,2
Kurzfristige Vermögenswerte1.393,317,23,3143,61.018,814,33,1118,9
Langfristige Schulden98,888,5170,455,982,7171,2
Kurzfristige Schulden1.388,110,00,7425,41.013,812,20,6414,3
 
Überleitung auf den Buchwert des Anteils
der EVN am Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen–44,71.207,52,8313,3–1,01.237,72,6310,6
Anteil der EVN am Nettovermögen
in Prozent
16,51 %13,00 %33,00 %36,08 %16,51 %13,00 %33,00 %36,08 %
Anteil der EVN am Nettovermögen–7,4157,00,9113,0–0,2160,90,9112,1
+/- Umwertungen7,4–51,361,30,2–25,461,0
Buchwert des Anteils der EVN am
Gemeinschaftsunternehmen
105,70,9174,4135,50,9173,1
2014/152013/14
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse1.630,377,410,7332,53.409,786,510,7312,9
Ergebnis nach Ertragsteuern–2,25,53,419,218,312,93,419,2
Sonstiges Ergebnis0,14,610,0–8,7
Gesamtergebnis–2,1-3,425,428,3-3,410,5
 
An EVN ausgezahlte Dividende3,91,08,35,21,38,3

In den Konzernabschluss einbezogene für sich genommen einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen bestehen nicht.

67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die durch die EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:

67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken Mio. EUR30.09.201530.09.2014
Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften105,3114,8
Garantien für Projekte im Umweltbereich43,4161,8
Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von
Energienetzen5,25,1
Kraftwerken156,4132,1
Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen68,798,6
Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen0,50,6
Summe379,4513,1
davon im Zusammenhang mit at Equity einbezogenen Unternehmen150,4173,7

Für die oben genannten Verpflichtungen und Risiken wurden weder Rückstellungen noch Verbindlichkeiten in den Büchern erfasst, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit keiner Inanspruchnahme bzw. nicht mit einem Eintreten der Risiken zu rechnen war. Den genannten Verpflichtungen standen entsprechende Rückgriffsforderungen in Höhe von 95,6 Mio. Euro (Vorjahr: 98,1 Mio. Euro) gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der e&t Energie Handelsgesellschaft mbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.

Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2015 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 46,0 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 338,5 Mio. Euro. Zum 31. Oktober 2015 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 42,6 Mio. Euro bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 335,5 Mio. Euro.

Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft potenziell gegen die EVN geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung hinsichtlich einer möglichen Inanspruchnahme führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen im Einzelnen und insgesamt keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der EVN haben werden.

Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassten im Wesentlichen offene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften.

68. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Grundsätzlich entsteht gemäß IAS 24 eine nahestehende Beziehung zu Unternehmen und Personen durch direkte oder indirekte Beherrschung, maßgeblichen Einfluss oder gemeinschaftliche Führung. In den Kreis der nahestehenden Personen ebenso eingeschlossen sind Familienangehörige der betroffenen natürlichen Personen. Auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige werden als nahestehende Personen angesehen.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der EVN zählen somit sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises, sonstige nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Hauptgesellschafter NÖ Landes- Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und deren Tochterunternehmen, EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, sowie Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich sind, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie deren Angehörige. Eine Liste der Konzernunternehmen ist unter Beteiligungen der EVN enthalten.

Am 20. Dezember 2013 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit der EnBW Trust einen Treuhandvertrag im Rahmen eines so genannten „Contractual-Trust-Arrangement-Modells“ abgeschlossen. In dessen Folge übertrug die EnBW ihren 32,5-%-Anteil an der EVN AG treuhänderisch an den EnBW Trust. Per 30. September 2015 beträgt der Anteil des EnBW Trust an der EVN AG 32,2%.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Hauptgesellschafter

Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Bilanzstichtag 30. September 2015 eine kurzfristige Forderung gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, in Höhe von 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: kurzfristige Forderung von 9,7 Mio. Euro).

at Equity einbezogene Unternehmen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mit e&t wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschaffung von Elektrizität getroffen, mit EconGas langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen.

Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:

68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen Mio. EUR2014/152013/14
Umsätze276,1240,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen–63,8–74,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen44,435,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen51,414,0
Ausleihungen9,310,3
Langfristige Finanzverbindlichkeiten9,69,6
Forderungen aus der Durchführung des Cash Pooling0,1
Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Pooling100,1113,3
Zinserträge aus Ausleihungen0,60,5
Zinsaufwand aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten0,1–0,1
Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Pooling0,0*)0,0*)
68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Mio. EUR2014/152013/14
Umsätze
Aufwendungen für bezogene Leistungen–78,4–56,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1,47,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen0,2

Transaktionen mit nahestehenden Personen Vorstand und Aufsichtsrat

Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten insbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt 987,9 Tsd. Euro (inklusive Sachbezüge und Pensionskassenbeiträge, Vorjahr: 978,4 Tsd. Euro).

Die Bezüge der im Geschäftsjahr 2014/15 aktiven Vorstandsmitglieder stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

68. Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder Tsd. EUR2014/152013/14
Fixe BezügeVariable
Bezüge
SachbezügeFixe BezügeVariable
Bezüge
Sachbezüge
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr380,591,311,3372,995,210,7
Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA354,885,211,3347,788,710,7

Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2014/15 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr bei der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen eine Veränderung in Höhe von –271,2 Tsd. Euro (davon 192,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –668,7 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Im Vorjahr erfolgte eine Dotierung von 1.023,9 Tsd. Euro (davon 243,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 597,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Pensionskassenbeiträge in Höhe von 53,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 52,4 Tsd. Euro) geleistet. Weiters ergab sich für Mag. Szyszkowitz bei der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen eine Veränderung in Höhe von –283,8 Tsd. Euro (davon 82,4 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –522,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste). Im Vorjahr erfolgte eine Dotierung von 582,8 Tsd. Euro (davon 99,0 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 349,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).

Die Zuweisung zu Abfertigungsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2014/15 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr 21,4 Tsd. Euro (davon 11,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –3,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 13,6 Tsd. Euro (davon 16,5 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –15,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 6,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 6,8 Tsd. Euro) geleistet.

Die Veränderung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der jährlichen kollektivvertraglichen Valorisierung und der Veränderung der erfolgsabhängigen Komponenten. Bei Beendigung der Funktion kommen hinsichtlich der Abfertigung die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. Weiters besteht jeweils Anspruch auf einen vertraglich vereinbarten Versorgungsanspruch zum Pensionsantritt, auf welchen ASVG-Pensionsleistungen sowie eine allfällige Leistung aus der EVN-Pensionskasse angerechnet werden. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebener betrugen 1.200,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.132,0 Tsd. Euro).

Für Abfertigungen und Pensionen für aktive leitende Angestellte ergab sich in Summe ein Ertrag in Höhe von –31,3 Tsd. Euro (davon 250,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –786,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr ein Aufwand in Höhe von 1.512,0 Tsd. Euro (davon 314,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 721,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).

Die genannten Werte beinhalten Aufwendungen nach nationalem Recht, wie sie gemäß Österreichischem Corporate Governance Kodex gefordert werden. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste werden nach IFRS gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ausbezahlt.

Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance-Berichts dargestellt.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen
Angaben, die sich auf konzerninterne Sachverhalte beziehen, sind zu eliminieren und unterliegen nicht der Angabepflicht im Konzernabschluss. Geschäftsfälle der EVN mit Tochterunternehmen sind somit nicht ausgewiesen.

Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und nicht at Equity einbezogenen Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung grundsätzlich nicht angeführt.

Nahestehende Personen können unmittelbar Kunden eines Unternehmens der EVN Gruppe sein, wobei Geschäftsbeziehungen aus einem solchen Verhältnis zu marktüblichen Konditionen bestehen und im Geschäftsjahr 2014/15 für die Gesamteinnahmen der EVN nicht wesentlich sind. Die daraus zum 30. September 2015 offenen Posten werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

69. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Energievertrieb in Niederösterreich senkte die EVN Vertriebsgesellschaft im Rahmen der EnergieAllianz die Energiepreise für Strom und Erdgas für Privatkunden per 1. Oktober 2015 um durchschnittlich 5 %.

Um sämtliche Aktivitäten zur Beschaffung und zum Vertrieb von Elektrizität in der EnergieAllianz Austria zu bündeln, erfolgte mit Stichtag 1. Oktober 2015 die Verschmelzung der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. mit der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH.

Kontrollmessungen und Auswertungen über den bisherigen Betrieb des im Dezember 2013 in Betrieb genommenen Steinkohlekraftwerks Duisburg-Walsum haben ergeben, dass Werte zur Verfügbarkeit und zum Wirkungsgrad des Kraftwerks nicht den zugesagten Parametern entsprechen. Aus diesem Grund wurden am 22. Oktober 2015 Streitanzeigen zu diesen Mängeln an das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Power Europe und Hitachi Ltd. übermittelt.

Die EVN ist Partei einer am 23. Oktober 2015 gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern in Aussicht genommene Einigung über die zukünftige gesellschaftsrechtliche Struktur der EconGas GmbH. Eckpunkte sind die Übernahme der Anteile von EVN (16,51 %), Wien Energie (16,51 %) und Energie Burgenland (2,73 %) an der EconGas durch die OMV sowie die Fortführung der bestehenden Kundenbeziehungen mit EVN, Wien Energie und Energie Burgenland. Eine vertraglich bindende Vereinbarung wird erarbeitet.

Die österreichische E-Control-Kommission hat eine Erhöhung der Stromnetztarife um 11,2 % und der Gasnetztarife um 11,0 % im Begutachtungsentwurf beschlossen; diese Erhöhungen betreffen jeweils Haushaltskunden und werden per 1. Jänner 2016 wirksam.

70. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Organe der EVN AG sind:


Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstands
Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA – Mitglied des Vorstands

Aufsichtsrat
Präsident Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer – Vorsitzender
Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident
Mag. Willi Stiowicek – Vizepräsident
Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr
Dkfm. Thomas Kusterer
Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz
Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meissl
Bernhard Müller, BA, MPA
Dkfm. Edwin Rambossek
Dipl.-Ing. Angela Stransky
Mag. Dr. Monika Fraißl – Arbeitnehmervertreterin
Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter
Ing. Paul Hofer – Arbeitnehmervertreter
Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter
Kammerrat Manfred Weinrichter – Arbeitnehmervertreter

71. Freigabe des Konzernabschlusses 2014/15 zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss der EVN AG werden am 9. Dezember 2015 dem Aufsichtsrat zur Prüfung, der Einzelabschluss zur Feststellung vorgelegt.

72. Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die Prüfung des Jahresabschlusses der EVN und des Konzernabschlusses erfolgt für das Geschäftsjahr 2014/15 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien. Die Kosten für die KPMG betrugen weltweit in Summe 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Davon entfielen 48,2 % auf Prüfungshonorare und prüfungsnahe Honorare, 48,8 % auf Steuerberatungsleistungen und 3,0 % auf sonstige Beratungsleistungen. Berücksichtigt sind alle Gesellschaften, die im Konsolidierungskreis enthalten sind.

Maria Enzersdorf, am 18. November 2015

EVN AG
Der Vorstand

Unterschrift Layr Unterschrift Szyszkowitz

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr
Sprecher des Vorstands

Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Mitglied des Vorstands

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