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An unsere Aktionäre

Foto Dr. Ulf M. Schneider

Sehr geehrte Damen und Herren,

2011 war ein ausgezeichnetes Jahr für Fresenius. Wir haben neue Bestwerte erreicht – sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis. Eine besondere Herausforderung war die Einführung des neuen Pauschalvergütungssystems für Dialysedienstleistungen staatlich versicherter Patienten in unserem größten Markt, den USA. Fresenius Medical Care hat diese Aufgabe ausgezeichnet gemeistert. Fresenius Kabi ist es gelungen, mit hervorragenden Umsatz- und Ergebnissteigerungen das außergewöhnlich starke Geschäftsjahr 2010 noch zu übertreffen. Auch Fresenius Helios hat sich eindrucksvoll entwickelt und konnte mit nachhaltigem organischen Umsatzwachstum einen deutlichen Ergebnisanstieg erreichen und die operative Marge weiter verbessern. Positiv verlief auch die Geschäftsentwicklung bei Fresenius Vamed trotz der schwierigen Marktbedingungen in der Region Mittlerer Osten/Nordafrika infolge der dortigen Unruhen.

Unser Wachstum erreichen wir nicht nur aus eigener Kraft, wir bringen unser Geschäft auch durch Akquisitionen erfolgreich voran. Ich möchte daher an dieser Stelle auf wesentliche Akquisitionsprojekte eingehen, die wir im vergangenen Jahr angekündigt bzw. bereits abgeschlossen haben.

Fresenius Medical Care wird durch die Akquisition von Liberty Dialysis Holdings die Spitzenstellung bei Dialysedienstleistungen in den USA weiter ausbauen. Auch der Erwerb von American Access Care Holdings zielte darauf ab, die Position in der Dialyse entscheidend zu stärken, und zwar im wichtigen Bereich der Versorgung von Gefäßzugängen bei Dialysepatienten. Auch außerhalb der USA hat Fresenius Medical Care die Marktpräsenz bei Dialysedienstleistungen mit dem Erwerb des Unternehmens International Dialysis Centers, insbesondere in Osteuropa, deutlich erhöht.

Fresenius Helios verstärkt mit zwei großen Akquisitionen die Position im deutschen Krankenhausmarkt erheblich. Sowohl die Akquisition der Damp Klinikgruppe in Norddeutschland als auch die Akquisition des Katholischen Klinikums Duisburg, eines Krankenhauses der Maximalversorgung, passen hervorragend in das strategische Konzept von Fresenius Helios und ergänzen das regionale Kliniknetzwerk.

Unser Ziel für das Jahr 2012 ist es, die neu erworbenen Gesellschaften zügig und erfolgreich in den Konzern zu integrieren.

Ausgesprochen positiv war auch die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien Ende Januar 2011. Seither hat die Attraktivität der Stammaktien im Kapitalmarkt deutlich zugenommen. Unser Ziel, die Aktienstruktur zu vereinfachen sowie die Handelsliquidität und den indexrelevanten Streubesitz zu erhöhen, haben wir erreicht. So hat sich die Platzierung unserer Aktie in der DAX30-Rangfolge seit Ende Januar 2011 deutlich verbessert: Bei der Marktkapitalisierung um 7 Plätze auf Rang 19, beim Handelsumsatz um 5 Plätze auf Rang 29. Das Handelsvolumen stieg im gleichen Zeitraum um 17 %.

Die nachhaltig positive Entwicklung der vergangenen Jahre haben wir im Geschäftsjahr 2011 nahtlos fortgesetzt: Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 6 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Beim Konzernergebnis erreichten wir währungsbereinigt und vor Sondereinflüssen einen deutlich stärkeren Zuwachs von 18 Prozent auf 770 Millionen Euro. Auch bei der EBIT-Marge erzielten wir einen neuen Höchststand von 15,5 Prozent. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich sehr herzlich für ihre ausgezeichneten Leistungen im vergangenen Jahr sowie ihre engagierte und motivierte Arbeit. Den Belegschaftsvertretern danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit.

Auch in Zukunft sehen wir für Fresenius attraktive Wachstumschancen. Im Geschäftsjahr 2012 soll der Konzernumsatz währungsbereinigt um 10 bis 13 Prozent steigen. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 8 bis 11 Prozent wachsen. Wir haben uns darüber hinaus anspruchsvolle mittelfristige Ziele gesetzt: Unser Konzernergebnis soll im Jahr 2014 die Marke von 1 Milliarde Euro überschreiten. Dies bedeutet, dass wir im Durchschnitt ein jährliches Ergebniswachstum von etwa 10 Prozent erreichen müssen. Beim Umsatz erwarten wir im Durchschnitt ein jährliches organisches Wachstum von 6 bis 9 Prozent. Dieses Wachstum beruht auf dem stetig steigenden Bedarf nach einer hochwertigen, aber zugleich bezahlbaren Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus streben wir weiteres Wachstum durch kleine und mittelgroße Akquisitionen an.

Unsere anspruchsvollen Ziele können wir nur erreichen, wenn wir unsere langfristige Strategie weiter entschlossen umsetzen. Diese ist ausgerichtet auf Innovation, Marktführerschaft und die weitere erfolgreiche Internationalisierung unseres Produkt- und Dienstleistungsprogramms. Gleichzeitig werden wir auch künftig kostenbewusst wirtschaften und unsere solide Finanzpolitik fortsetzen.

In diesem Jahr begeht Fresenius sein 100-jähriges Bestehen. Von jeher haben wir unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung für den Fortschritt in der Medizin eingesetzt, um das Beste für kranke Menschen zu erreichen. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Wir freuen uns, wenn Sie diesen Weg mit uns gehen, und danken Ihnen für Ihr Vertrauen in Fresenius.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulf M. Schneider
Vorsitzender des Vorstands

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