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Fresenius Kabi

Im Geschäftsjahr 2011 waren die Beschaffungsaktivitäten von Fresenius Kabi geprägt von den volatilen Preisentwicklungen an den weltweiten Rohstoffmärkten. Nachdem in der ersten Jahreshälfte die Preise der Basisrohstoffe für die meisten unserer Einkaufsmaterialien nach oben kletterten, stagnierten sie im 2. Halbjahr, bei verschiedenen Basisrohstoffen trat sogar eine Erholung ein. Insgesamt lagen die Preise im Jahr 2011 jedoch auf einem höheren Niveau als noch im Jahr 2010.

  • Wesentliche Kunststoffgranulate, die in der Produktion von Fresenius Kabi eingesetzt werden, sind Polyethylene und Polypropylene. Basisrohstoff hierfür sind Ethylen und Propylen, deren Preise im 1. Halbjahr anstiegen. Obwohl sich diese Entwicklung im 2. Halbjahr etwas abschwächte, lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahres.
  • Eine vergleichbare Entwicklung fand auch bei Basisrohstoffen im Agrarbereich statt − diese sind Grundlage der von uns eingesetzten Kohlenhydrate (z. B. Dextrose, Maltodextrine sowie Wachsmaisstärke) und Milchproteine − und bei Papiersorten für unsere Kartonagen.
  • Einsparungen erzielten wir bei Spritzgussteilen aus Kunststoff durch Insourcing-Projekte, d. h. eigene Herstellung von Produkten.
  • Bei Glas konnten wir seit Ende des Jahres 2010 die Preise in Einzelfällen leicht reduzieren, trotz gegenläufiger Entwicklung auf den Energiemärkten.
  • Für eine Reihe von Wirkstoffen, die wir für unsere I.V.-Arzneimittel einsetzen, schlossen wir für die Jahre 2011 und 2012 attraktive Preisvereinbarungen ab.

Eine Vielzahl von Faktoren trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei: zum einen die nach wie vor starke Nachfrage aus Asien, insbesondere aus China, zum anderen die vorübergehende Konjunkturerholung in Europa. Darüber hinaus wurde die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten beeinflusst durch die Volatilität der Wechselkurse, die gesellschaftlichen Veränderungen in verschiedenen arabischen Staaten sowie zahlreiche Naturkatastrophen und in der Folge auftretende Ernteausfälle. Der Tsunami vor der japanischen Küste und der Atomkraftwerksunfall in Fukushima brachten die Produktion einer Reihe von Basisrohstoffen teilweise zum Erliegen.

In diesem herausfordernden Umfeld hat sich unser globales Einkaufs- und Sourcingsystem bewährt: Zu keinem Zeitpunkt war die Versorgung unseres weltweiten Produktionsnetzes gefährdet. Denn wesentliche Kriterien für unsere Beschaffungsaktivitäten und die Auswahl unserer Lieferanten sind neben einer hohen Qualität auch eine flexible und zeitgerechte Verfügbarkeit zu konkurrenzfähigen Preisen. Unser Risikomanagement im Einkauf hat sich gleichfalls bewährt. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden Sie hier.

Die Preisentwicklung an den Energiemärkten zeigte sich weiterhin sehr volatil und spekulationsgetrieben. Durch eine umsichtige und vorausschauende Einkaufsstrategie haben wir für Strom frühzeitig einen Preisabschluss für das Jahr 2011 getroffen und gegenüber dem Vorjahr die Kosten reduziert. Dieser Effekt wurde jedoch nahezu neutralisiert, da sich der Zuschlag für erneuerbare Energien um 72 % erhöhte und zudem Steuerermäßigungen wegfielen. Für Erdgas ergaben sich Preissteigerungen.

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