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Fresenius Helios

Nur wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann Veränderungs­prozesse einleiten. Ziel des HELIOS-Qualitätsmanagementsystems ist es, die Ergebnisse der medizinischen Behandlungen in allen HELIOS-Kliniken kontinuierlich zu verbessern. Grundvoraussetzung dafür ist es, die eigene Qualität anhand von G-IQI-Qualitätsindikatoren (German Inpatient Quality Indicators) sichtbar zu machen. Mithilfe von mittlerweile über 1.500 Kennzahlen (2010: mehr als 1.300) werden klinisch relevante Krankheitsbilder und Operationsverfahren erfasst. Die zeitnahe, effiziente Messung von Qualitätsindikatoren aus Routinedaten ist aus unserem ergebnisorientierten Qualitätsmanagement nicht mehr wegzudenken.

Im Berichtsjahr haben die HELIOS-Kliniken das bestehende Indikatorenset umfänglich weiterentwickelt. Für deutlich mehr Krankheitsbilder bzw. Operationen als bisher kann jetzt ein kontinuierliches Monitoring sichergestellt werden. So wurden z. B. die Herz- und Thoraxchirurgie in das Verfahren einbezogen. Die einzelnen ärztlichen Fachgruppen von HELIOS beobachten und bewerten darüber hinaus weitere Kennzahlen zu Details der medizinischen und pflegerischen Behandlung in den Fachgebieten.

HELIOS-QUALITÄTSKENNZAHLEN (AUSZUG)


Krankheitsbild/Standardisiertes Sterblichkeitsverhältnis (SMR)1 2011 SMR 2010 SMR2
1 SMR von 1 entspricht dem Bundesdurchschnitt, SMR < 1 = Sterblichkeit liegt unter dem Bundesdurchschnitt
2 Adjustiert auf die aktuellen Referenzwerte des Statistischen Bundesamtes und um neu akquirierte Kliniken

Weitere Informationen: http://www.helios-kliniken.de/medizin/qualitaetsmanagement
Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) 0,72 1,06
Herzinfarkt 0,65 0,77
Herzinsuffizienz 0,60 0,68
Hirninfarkt 0,88 0,88
Pneumonie 0,65 0,76
Schenkelhalsfraktur 0,89 0,93

Krankheitsbild/Standardisiertes Sterblichkeitsverhältnis (SMR)1 2011 SMR 2010 SMR2
1 SMR von 1 entspricht dem Bundesdurchschnitt, SMR < 1 = Sterblichkeit liegt unter dem Bundesdurchschnitt
2 Adjustiert auf die aktuellen Referenzwerte des Statistischen Bundesamtes und um neu akquirierte Kliniken

Weitere Informationen: http://www.helios-kliniken.de/medizin/qualitaetsmanagement
Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) 0,72 1,06
Herzinfarkt 0,65 0,77
Herzinsuffizienz 0,60 0,68
Hirninfarkt 0,88 0,88
Pneumonie 0,65 0,76
Schenkelhalsfraktur 0,89 0,93

Für 46 dieser Qualitätsindikatoren wurden anspruchsvolle konzernweite Ziele definiert, von denen 39 im Jahr 2011 auf Konzernebene erreicht worden sind. Die HELIOS-Kliniken haben sich zum Ziel gesetzt, bei diesen Indikatoren mindestens so gut wie der Bundesdurchschnitt zu sein. Ab dem Jahr 2012 werden auch für komplex definierte Qualitätsindikatoren Vergleichswerte auf Basis der Daten des statistischen Bundesamts zur Verfügung stehen. Dies wird die Qualitätstransparenz weiter erhöhen und maßgeblich dazu beitragen, die Qualität der Behandlung in den HELIOS-Kliniken mit anderen Kliniken vergleichbar zu machen und damit auch kontinuierlich zu verbessern. Zuvor haben die HELIOS-Kliniken andere wissenschaftliche Quellen herangezogen, um vergleichbare Zielwerte festzulegen. Grund dafür war, dass Referenzwerte aus der Statistik des Statistischen Bundesamtes bislang nur für einfache Diagnosen (z. B. Herzinfarkt), jedoch nicht für komplexe Fälle verfügbar waren.

Selbstverständlich für HELIOS ist der transparente Umgang mit Qualitätsdaten: Sie werden allen HELIOS-Mitarbeitern monatsaktuell im Intranet zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Transparenz gegenüber Patienten und der Öffentlichkeit: Für jede Akutklinik werden die Ergebnisse der medizinischen Behandlungsqualität auf der Website www.helios-kliniken.de veröffentlicht.

Im Jahr 2011 erreichte HELIOS einen Wert von 0,60 bei der Herzinsuffizienz (2010: 0,68). Dies bedeutet beispielsweise, dass die Sterblichkeit in den HELIOS-Kliniken im Mittel um 40 % unter dem Durchschnittswert aller Krankenhäuser in Deutschland liegt (2010: 32 %). HELIOS integrierte im Jahr 2011 weitere Krankheitsbilder in das Qualitätsmanagement, für die nun ebenfalls Bundesreferenzwerte zur Verfügung stehen. Dazu gehört z. B. COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Hinter COPD verbergen sich chronische Lungenkrankheiten, bei denen die Bronchien dauerhaft verengt (obstruktiv) sind. Bei den wenigen Zielen, die nicht erreicht werden konnten, sind die Abweichungen vom Bundesdurchschnitt so gering, dass sie statistisch nicht signifikant sind.

HELIOS gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), in der sich Krankenhäuser, Krankenhausträger und Universitätskliniken zusammengeschlossen haben. Die Mitglieder verpflichten sich zu drei Grundprinzipien: erstens zur Qualitätsmessung mit Routinedaten, zweitens zur transparenten Veröffentlichung der Ergebnisse und drittens zur Durchführung von Peer-Review-Verfahren. Im Mai 2011 wurden die Resultate der Jahre 2009 und 2010 auf den jeweiligen Internetseiten der Mitgliedskliniken veröffentlicht. Damit tragen diese der wachsenden Nachfrage nach Transparenz Rechnung, seitens der Patienten, der Kostenträger sowie der einweisenden Ärzte.

Qualität zu messen und darzustellen dient dem Ziel, Behandlungsergebnisse zu bewerten und nachweislich zu verbessern, zum Wohle der Patienten. Das Peer-Review-Verfahren ist in diesem Zusammenhang ein geeignetes Instrument, um statistische Auffälligkeiten zu hinterfragen. Erfahrene, speziell geschulte Ärzte suchen als Peer-Review-Team fremde Kliniken auf. Dort analysieren sie gemeinsam mit den zuständigen Chefärzten, wie die Behandlungsqualität konkret verbessert werden kann.

Im Jahr 2011 sind innerhalb der Initiative Qualitätsmedizin 42 trägerübergreifende Peer-Review-Verfahren durchgeführt worden, davon 13 Peer Reviews in Akutkrankenhäusern der HELIOS-Kliniken. Die Anzahl der Reviews innerhalb der Initiative wächst kontinuierlich, gleichzeitig wird die Ausbildung der teilnehmenden Ärzte, der sogenannten Peers, verstärkt. Die Bundesärztekammer hat die IQM-Peer-Review-Verfahren von Anfang an mit eigenen Experten begleitet und nach der Evaluation 2011 das Fortbildungscurriculum „Ärztliches Peer Review“ eingeführt. Mehr als 150 Chefärzte sind als Peers für IQM aktiv, sodass im nächsten Jahr mehr Abteilungen von der kollegialen Hilfe von Ärzten für Ärzte profitieren können. Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Website der Initiative: www.initiative-qualitaetsmedizin.de.

Das Qualitätsmanagement von HELIOS umfasst jedoch mehr als die medizinische Ergebnisqualität. Unser Qualitätsverständnis beinhaltet auch die Betreuungsqualität: Patienten sollen medizinisch und pflegerisch optimal versorgt werden. Denn qualifizierte Pflege ist Voraussetzung für medizinischen und therapeutischen Erfolg. Unser Pflegepersonal − die größte Berufsgruppe in den HELIOS-Kliniken − steht in ständigem Austausch mit den Ärzten und anderen Berufsgruppen, z. B. Therapeuten. Ziel ist es, die physischen, psychischen und sozialen Fähigkeiten der Patienten zu aktivieren und sie durch präventive, kurative und rehabilitierende Maßnahmen zur weitestgehenden Selbstständigkeit zurückzuführen.

Medizinprodukte und Medikamente sind unmittelbar relevant für die medizinische Qualität. Die patientenindividuelle Zubereitung von Arzneimitteln in unseren Klinikapotheken unterliegt hohen Qualitätsansprüchen, sie muss hygienisch einwandfrei erfolgen. HELIOS investiert kontinuierlich in die Sicherheits- und Qualitätsstandards, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Jahr 2011 erfolgte der Neubau der drei Krankenhausapotheken in Erfurt, Krefeld und Plauen. Das Investitionsvolumen betrug jeweils rund 10 Mio €.

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