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Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care hat im Berichtsjahr die Umweltaktivitäten kontinuierlich ausgeweitet. In den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika ist das TÜV-zertifizierte Umweltmanagement Bestandteil des Integrierten Managementsystems. Ende des Jahres 2011 waren unsere sieben größten europäischen Produktionsstandorte (2010: ebenfalls sieben) und die Medizingeräteentwicklung nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus implementierten wir das Umweltmanagementsystem in mittlerweile 294 unserer europäischen Dialysekliniken (2010: 259 Kliniken).

In der Forschung und Entwicklung arbeiten wir daran, unsere Produkte und Verfahren umweltverträglicher zu gestalten. Wir nutzen neue Materialien mit verbesserten Umwelteigenschaften, entwickeln neue Technologien, die den Ressourcenverbrauch der Dialysegeräte weiter reduzieren, und setzen Energie und Rohstoffe in der Produktion effizient ein.

Im Jahr 2011 haben wir ein neues Umweltprogramm in den Regionen Europa und Lateinamerika eingeführt: Wir wollen umweltbewusstes Verhalten fördern, das Wissen rund um strategische und operative Umweltthemen, unsere Umweltleistung und die Kontrolle der Umweltrisiken verbessern sowie gewährleisten, dass Umweltvorschriften eingehalten werden. Diesen Vorgaben liegen messbare Umweltziele entlang unserer Wertschöpfungskette zugrunde, z. B. im Bereich Entwicklung oder für unsere Dialysekliniken.

Im Berichtsjahr reduzierten wir an unserem wichtigsten europäischen Standort für die Produktion von Dialysatoren − im deutschen St. Wendel − den Wasserbedarf für Spülwasser um 25 %. Dieses wird bei der Herstellung der Dialysemembranen eingesetzt und nun wieder in den Herstellprozess eingespeist. Dadurch sank der Energiebedarf für die Wiederaufbereitung des verunreinigten Spülwassers ebenfalls um 25 %. Ältere Brenner und Dampfkessel im Werk St. Wendel ersetzten wir frühzeitig durch moderne Heizanlagen mit hohem Wirkungsgrad und geringen Schadstoffemissionen; den Ausstoß von Stickoxid verringerten wir dadurch um rund 45 %.

In mittlerweile 405 europäischen Dialysekliniken erfassen wir Daten zum Wasser- und Energieverbrauch sowie zur Abfallentsorgung (2010: 313). So lassen sich die Öko-Effizienz der Kliniken monatlich vergleichen, Verbesserungspotenziale rasch erkennen und in der Investitionsplanung berücksichtigen.

Im Jahr 2011 haben wir in Europa damit begonnen, die bestehenden lokalen Systeme für den Arbeitsschutz in einem zentralen Managementsystem für Arbeitssicherheit zusammenzuführen und in unser Integriertes Managementsystem einzubinden.

In den USA haben wir ein zertifiziertes Programm zur Überwachung der Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandards etabliert, das alle Produktionswerke und Labore jährlich durchlaufen. Bereits zum zwölften Mal wurde Fresenius Medical Care North America mit dem „Safety in Excellence Award“ des US-amerikanischen Sach- und Haftpflichtversicherers CNA ausgezeichnet. Betont wurden das Engagement für die Gesundheit der Mitarbeiter, für Sicherheit, Schadenverhütung und die Kontrolle von Risiken sowie die Tatsache, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Fehlzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen deutlich verringert haben. Seit Ende des Jahres 2010 erheben und dokumentieren wir zudem den Energie- und Wasserverbrauch sämtlicher Dialysekliniken. Im Laufe des Jahres 2011 erweiterten wir die Datenanalyse um die Emission von Treibhausgasen sowie um eine Klimabilanz. An unseren Produktionsstandorten haben wir das Recycling von Wertstoffen verbessert: Im Werk Walnut Creek, Kalifornien, bereiten wir z. B. Komponenten gebrauchter Dialysegeräte als Ersatzteile wieder auf.

In Lateinamerika erzielten wir weitere Fortschritte. Rund 60 % unserer Kliniken in Kolumbien verfügen über ein Umweltmanagementsystem gemäß der ISO-Norm 14001. Unsere Mitarbeiter in Venezuela schulen wir im Rahmen einer Kampagne zu den Themen Abfallentsorgung, Energie- und Wasserverbrauch. In Argentinien erfassen wir kontinuierlich den Wasser-und Energieverbrauch sowie die Entsorgung des medizinischen Abfalls in allen Dialysekliniken.

Eine eigene Umweltrichtlinie haben wir in der Region Asien-Pazifik entwickelt. Diese beinhaltet das Abfallmanagement sowie Richtlinien, um Ressourcen zu schonen und Umweltverschmutzung zu vermeiden. In unseren Werken erfassen wir den Ressourcenverbrauch, z. B. von Strom, Gas, Wasser, und ermitteln Verbesserungspotenziale. Am Standort Buzen in Japan haben wir dank unseres Umweltmanagements im Jahr 2011 eine Recyclingquote von fast 93 % erreicht. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese hohe Rate im Jahr 2012 erneut zu erreichen.

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