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Branchenrisiko

Von wesentlicher Bedeutung für den Fresenius-Konzern sind Risiken, die im Zusammenhang mit Veränderungen im Gesundheitsmarkt stehen. Dabei handelt es sich vor allem um die Entwicklung neuer Produkte und Therapien durch Wettbewerber, die Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie die Kostenerstattung im Gesundheitssektor. In unserem zum großen Teil reglementierten Geschäftsumfeld können Gesetzesänderungen, auch in Bezug auf Kostenerstattungen, einschneidende Auswirkungen auf unseren Geschäftserfolg haben. Aufgrund des hohen Anteils am Konzernumsatz trifft dies in besonderem Maße auf den Absatzmarkt USA zu, wo z. B. Änderungen im Erstattungssystem unser Geschäft erheblich beeinflussen könnten. Ferner wird ein Teil der Dialysebehandlung in den USA durch private Krankenversicherungen und sogenannte Managed-Care-Organisationen erstattet. Falls es diesen Versicherungsträgern in den USA gelingt, eine Senkung der Erstattungssätze durchzusetzen, könnte dies die Umsatzerlöse für die Produkte und Dienstleistungen von Fresenius Medical Care wesentlich verringern. Ähnliches gilt für den Krankenhausmarkt in Deutschland. Das DRG-System (Diagnosis Related Groups) soll die Effizienz in den Krankenhäusern steigern und die Aufwendungen im Gesundheitssystem reduzieren. Die gesetzlichen Weiterentwicklungen des DRG-Systems werden vom Unternehmen sorgfältig verfolgt, ebenso die Diskussionen um die Beendigung der dualen Finanzierung im Krankenhausbereich. Ein erheblicher Teil der Belegungen in den Kliniken wird durch gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherungsträger vorgenommen. Der Erfolg des Konzerns wird daher davon beeinflusst, dass mit diesen Institutionen geschlossene Verträge fortbestehen. Neben der intensiven Beobachtung gesetzgeberischer Aktivitäten arbeiten wir auch mit den staatlichen Gesundheitsorganisationen zusammen. Einsparungen in der Erstattung von Gesundheitsleistungen können sich negativ auf die Preissituation von Produkten der Fresenius Kabi auswirken. Insgesamt wollen wir über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen möglichen regulatorischen Risiken entgegenwirken.

In den USA werden nahezu alle injizierbaren pharmazeutischen Produkte mittels Vereinbarungen mit Einkaufskooperationen (GPO – Group Purchasing Organization) und Distributoren verkauft. Die meisten Krankenhäuser haben mit den GPOs ihrer Wahl Verträge abgeschlossen, um ihren Bedarf zu decken. Derzeit kontrollieren weniger als zehn GPOs den größten Anteil der Verkäufe an Krankenhauskunden. Entsprechend erzielt Fresenius Kabi einen großen Umsatzanteil mit einer kleinen Anzahl GPOs und hat mit den wichtigsten Vereinbarungen abgeschlossen. Um diese Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten, muss Fresenius Kabi qualitativ hochwertige Produkte zuverlässig liefern, eine umfassende Produktpalette offerieren, den Preis konkurrenzfähig halten und die Bestimmungen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) einhalten. Die GPOs haben auch mit anderen Herstellern Verträge abgeschlossen. Der Bieterprozess ist sehr wettbewerbsintensiv. Die meisten Verträge können kurzfristig gekündigt werden.

Darüber hinaus sind wir durch Kooperationen mit Ärzten und Wissenschaftlern in der Lage, wichtige technologische Innovationen aufzugreifen und zu fördern. Auch diese Kooperationen führen dazu, dass wir stets über aktuelle Entwicklungen alternativer Behandlungsmethoden informiert sind und auf dieser Basis unsere unternehmerische Strategie bewerten und gegebenenfalls anpassen können.

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