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25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Grundlagen

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen und bildet Pensionsrückstellungen für laufende und zukünftige Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Fresenius-Konzerns. Je nach rechtlicher, wirtschaftlicher und steuerlicher Gegebenheit eines Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Der Fresenius-Konzern unterhält zwei Arten von Versorgungssystemen. Dies sind zum einen leistungs- und zum anderen beitragsorientierte Versorgungspläne. Die Höhe der Pensionsleistungen hängt bei leistungsorientierten Versorgungsplänen grundsätzlich von der gesamten bzw. einem Teil der Beschäftigungsdauer sowie dem letzten Gehalt der Mitarbeiter ab. In beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Pensionsleistungen durch die Höhe der Beiträge der Mitarbeiter und der Arbeitgeber sowie der Erträge aus dem Planvermögen festgelegt. Die Beiträge können durch gesetzliche Höchstbeträge begrenzt sein.

Im Falle des Ausscheidens eines Mitarbeiters ist der Fresenius-Konzern bei leistungsorientierten Pensionsplänen verpflichtet, die zugesagten Leistungen an den ehemaligen Mitarbeiter zu zahlen, wenn diese fällig werden. Leistungsorientierte Versorgungspläne können rückstellungs- oder fondsfinanziert sein. Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen im Fresenius-Konzern im Wesentlichen in den USA, in Norwegen, in Großbritannien, in den Niederlanden und in Österreich. Rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne bestehen in Deutschland und Frankreich.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird auf Basis versicherungsmathematischer Annahmen berechnet, wodurch Schätzungen erforderlich werden. Die Annahmen zur Lebenserwartung, der Abzinsungsfaktor sowie die künftigen Gehalts- und Leistungsniveaus beeinflussen als wesentliche Parameter die Höhe der Pensionsverpflichtung. Im Rahmen der fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns werden Vermögenswerte für die Erbringung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen reserviert. Der erwartete Ertrag aus diesem Planvermögen wird in der entsprechenden Periode als Ertrag erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, wenn sich die tatsächlichen Werte der Parameter eines Jahres von den versicherungsmathematischen Annahmen für dieses Jahr unterscheiden sowie bei Abweichungen zwischen tatsächlichem und erwartetem Barwert der Versorgungszusage und des Ertrags auf das Planvermögen. Die Pensionsrückstellungen einer Gesellschaft werden durch diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste beeinflusst.

Die Pensionsverpflichtungen des Fresenius-Konzerns werden bei einem fondsfinanzierten Versorgungsplan mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen saldiert. Übersteigt die Pensionsverpflichtung den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, so wird eine Pensionsrückstellung in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Übersteigt das Planvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage und hat das Unternehmen einen Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Fonds, so wird in der Konzern-Bilanz ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Fresenius-Konzern während der Dienstzeit eines Mitarbeiters durch den Mitarbeiter festgelegte Beiträge an einen unabhängigen Dritten. Durch diese Beiträge sind alle Verpflichtungen des Fresenius-Konzerns abgegolten. Scheidet der Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, so behält er den Anspruch auf seine geleisteten Beiträge und den unverfallbaren Anteil der vom Unternehmen geleisteten Beiträge. Der Fresenius-Konzern unterhält einen wesentlichen beitragsorientierten Versorgungsplan für Mitarbeiter in Nordamerika.

LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE

Die Pensionsverpflichtungen (Projected benefit obligation – PBO) des Fresenius-Konzerns zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 753 Mio € (2010: 655 Mio €) waren mit 260 Mio € (2010: 261 Mio €) durch Fondsvermögen gedeckt und mit 496 Mio € (2010: 394 Mio €) rückstellungsfinanziert. Der kurzfristige Teil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 12 Mio € wird in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der langfristige Teil der Rückstellungen in Höhe von 484 Mio € wird als Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 496 Mio € beruhen zu 58 % auf der „Versorgungsordnung der Fresenius-Unternehmen“ von 1988 (Pensionsplan 1988), die, mit Ausnahme von Fresenius Helios, für die meisten deutschen Gesellschaften gilt. Der Rest der Pensionsrückstellungen entfällt auf individuelle Versorgungspläne von deutschen Gesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Helios und von ausländischen Gesellschaften des Fresenius-Konzerns.

Die Pensionszahlungen hängen generell von der Beschäftigungsdauer und der Vergütung des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalles ab. Wie in Deutschland üblich, sind die dortigen Pensionszusagen der Gesellschaften des Fresenius-Konzerns unmittelbare Versorgungszusagen. Für den deutschen Pensionsplan 1988 besteht kein gesonderter Pensionsfonds.

Für die Mitarbeiter der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH), einer Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, in den USA bestehen ein leistungsorientierter Pensionsplan sowie ergänzende Pensionspläne für leitende Mitarbeiter, die im 1. Quartal 2002 gekürzt wurden. Durch diese Plankürzung werden im Wesentlichen alle gemäß den Plänen anspruchsberechtigten Mitarbeiter keine zusätzlichen Versorgungsansprüche für zukünftige Leistungen mehr erhalten. Die FMCH hat alle Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft aus den unverfallbaren und eingefrorenen Pensionsansprüchen der Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Plankürzung beibehalten. Jedes Jahr führt FMCH dem Pensionsplan mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974) ergibt. Für das Jahr 2011 sahen die gesetzlichen Vorschriften keine Mindestzuführung für den leistungsorientierten Pensionsplan vor. Im Jahr 2011 wurden freiwillige Zuführungen in Höhe von 0,6 Mio US$ (0,4 Mio €) getätigt. Die erwarteten Zuführungen für das Jahr 2012 betragen 10,8 Mio US$ (8,3 Mio €).

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen in Höhe von 373 Mio € aus Pensionsplänen, die entweder vollständig oder teilweise durch einen Pensionsfonds gedeckt werden. Pensionsverpflichtungen aus Pensionsplänen ohne Fondsvermögen belaufen sich auf 380 Mio €.

Im Folgenden werden die Veränderung der Pensionsverpflichtung, die Veränderung des Planvermögens und der Finanzierungsstatus der Versorgungspläne dargestellt. Die Rentenzahlungen in der Veränderung der Pensionsverpflichtung beinhalten Zahlungen sowohl aus den fondsfinanzierten als auch aus den rückstellungsfinanzierten Versorgungsplänen. Dagegen beinhalten die Rentenzahlungen in der Veränderung des Planvermögens lediglich die Zahlungen, die über Pensionsfonds geleistet werden.

Der Finanzierungsstatus stellte sich wie folgt dar:

in Mio € 2011 2010
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 655 556
Veränderungen im Konsolidierungskreis 4 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 12 16
Laufender Dienstzeitaufwand 19 16
Früherer Dienstzeitaufwand 0 2
Zinsaufwand 35 33
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen - -
Änderung der Versorgungszusage/Planabgeltungen 0 - 2
Versicherungsmathematische Verluste 47 50
Rentenzahlungen - 20 - 18
Plananpassungen - 1
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 753 655
davon unverfallbar 638 558
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 261 237
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 6 14
Tatsächliche Erträge des Planvermögens - 4 13
Arbeitgeberbeiträge 6 4
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - -
Übertragungen - 0
Rentenzahlungen - 10 - 8
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 260 261
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 493 394

in Mio € 2011 2010
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 655 556
Veränderungen im Konsolidierungskreis 4 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 12 16
Laufender Dienstzeitaufwand 19 16
Früherer Dienstzeitaufwand 0 2
Zinsaufwand 35 33
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen - -
Änderung der Versorgungszusage/Planabgeltungen 0 - 2
Versicherungsmathematische Verluste 47 50
Rentenzahlungen - 20 - 18
Plananpassungen - 1
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 753 655
davon unverfallbar 638 558
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 261 237
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 6 14
Tatsächliche Erträge des Planvermögens - 4 13
Arbeitgeberbeiträge 6 4
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - -
Übertragungen - 0
Rentenzahlungen - 10 - 8
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 260 261
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 493 394

Zum 31. Dezember 2011 überstieg in einem einzelnen Pensionsplan der Marktwert des Planvermögens die Pensionsverpflichtungen, woraus sich ein aktiviertes Pensionsvermögen in Höhe von 3 Mio € (2010: 0 Mio €) ergab. Aus allen anderen Plänen des Fresenius-Konzerns ergab sich ein Finanzierungsstatus in Höhe von insgesamt 496 Mio € (2010: 394 Mio €), der in der Konzern-Bilanz als Pensionsrückstellung ausgewiesen wird.

Die Zinssätze der einzelnen Pläne werden abgeleitet aus den Renditen von Portfolios aus Eigenkapitalinstrumenten und Fremdkapitalinstrumenten mit hohem Rating und Laufzeiten, die den Zeithorizont der Pensionsverpflichtung widerspiegeln. Der Zinssatz des Fresenius-Konzerns ergibt sich aus dem mit den Pensionsverpflichtungen der einzelnen Pläne gewichteten Durchschnitt dieser Zinssätze.

Den errechneten Pensionsverpflichtungen liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2011 2010
Zinssatz 5,15 5,43
Gehaltsdynamik 3,12 3,32
Rententrend 1,71 1,73

in % 2011 2010
Zinssatz 5,15 5,43
Gehaltsdynamik 3,12 3,32
Rententrend 1,71 1,73

Der Anwartschaftsbarwert (Accumulated benefit obligation – ABO) für alle leistungsorientierten Pensionspläne betrug zum 31. Dezember 2011 703 Mio € (2010: 601 Mio €).

Die folgende Übersicht bezieht sich auf Pensionspläne, in denen die Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaftsbarwert den beizulegenden Zeitwert des Pensionsvermögens überstieg:

in Mio € 2011 2010
Pensionsverpflichtung (PBO) 711 655
Anwartschaftsbarwert (ABO) 667 601
Marktwert des Planvermögens 215 261

in Mio € 2011 2010
Pensionsverpflichtung (PBO) 711 655
Anwartschaftsbarwert (ABO) 667 601
Marktwert des Planvermögens 215 261

Die pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital in den Jahren 2011 und 2010 stellten sich vor Steuereffekten wie folgt dar:

in Mio € 1. Januar 2011 Umbu-
chungen1
Zu-
gänge
Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2011
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 107 8 - 68 - 6 - 173
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 3 - - - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 105 8 - 68 - 6 - 171

in Mio € 1. Januar 2011 Umbu-
chungen1
Zu-
gänge
Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2011
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 107 8 - 68 - 6 - 173
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 3 - - - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 105 8 - 68 - 6 - 171

in Mio € 1. Januar 2010 Umbu-
chungen1
Zu-
gänge
Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2010
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 54 5 - 54 - 4 - 107
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 1 - 2 - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 51 6 - 56 - 4 - 105

in Mio € 1. Januar 2010 Umbu-
chungen1
Zu-
gänge
Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2010
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 54 5 - 54 - 4 - 107
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 1 - 2 - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 51 6 - 56 - 4 - 105

Zu den Steuereffekten durch die pensionsbedingten Änderungen auf das kumulierte Other Comprehensive Income zum 31. Dezember 2011 wird auf Anmerkung 28, Other Comprehensive Income (Loss), verwiesen.

Im Jahr 2012 erwartet der Fresenius-Konzern aus der erfolgswirksamen Auflösung der pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital folgende Auswirkungen:

in Mio € 2012
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 15
Dienstzeitaufwand früherer Jahre -
Übergangsfehlbetrag -

in Mio € 2012
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 15
Dienstzeitaufwand früherer Jahre -
Übergangsfehlbetrag -

Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 45 Mio € (2010: 36 Mio €) setzte sich aus folgenden Komponenten zusammen:

in Mio € 2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand 19 16
Zinsaufwand 35 33
Erwartete Erträge des Planvermögens - 17 - 17
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten, netto 8 5
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand - 1
Tilgung des Übergangsfehlbetrags - -
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans 0 - 2
Pensionsaufwand 45 36

in Mio € 2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand 19 16
Zinsaufwand 35 33
Erwartete Erträge des Planvermögens - 17 - 17
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten, netto 8 5
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand - 1
Tilgung des Übergangsfehlbetrags - -
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans 0 - 2
Pensionsaufwand 45 36

Der Pensionsaufwand wird den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten oder den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Personalaufwand zugeordnet. Dies ist davon abhängig, in welchem Bereich der Bezugsberechtigte beschäftigt ist.

Dem errechneten Pensionsaufwand liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2011 2010
Zinssatz 5,40 5,86
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,50 5,58
Gehaltsdynamik 3,30 3,30

in % 2011 2010
Zinssatz 5,40 5,86
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,50 5,58
Gehaltsdynamik 3,30 3,30

Die versicherungsmathematischen Verluste, die im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen führten, ergeben sich aus den der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Änderungen der Abzinsungssätze sowie der Änderung der Annahmen zu Inflation und Mortalitäten. Versicherungsmathematische Verluste bestanden in Höhe von insgesamt 173 Mio € (2010: 107 Mio €).

Die folgende Tabelle zeigt die in den nächsten zehn Jahren erwarteten Rentenzahlungen:

Geschäftsjahr in Mio €
2012 23
2013 24
2014 26
2015 28
2016 32
2017 bis 2021 187
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 320

Geschäftsjahr in Mio €
2012 23
2013 24
2014 26
2015 28
2016 32
2017 bis 2021 187
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 320

Der Bewertungsstichtag des Planvermögens des Fresenius-Konzerns zur Bestimmung des Finanzierungsstatus ist für alle Pläne der 31. Dezember 2011.

Der größte Teil der Pensionsrückstellungen entfällt auf Deutschland. Zum 31. Dezember 2011 wurden 70 % der Pensionsrückstellungen in Deutschland gebildet, weitere 30 % verteilten sich auf das übrige Europa und Nordamerika.

Von den Bezugsberechtigten waren 60 % in Nordamerika, 30 % in Deutschland und der Rest im übrigen Europa bzw. auf anderen Kontinenten beschäftigt.

Die Marktwerte des Planvermögens, gegliedert nach Kategorien, beliefen sich auf:


  31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
in Mio € Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Index-Fonds, die den S & P 500, S & P 400, Russell 2000, MSCI Emerging Markets Index und Morgan Stanley International EAFE Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere der US-Regierung und von der Regierung geförderten Instanzen.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen von US-Emittenten diverser Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich privat platzierte Anleihen sowie hypothekarisch besicherte Anleihen und Fonds, die in US Treasury Schatzanweisungen sowie in US Treasury besicherte Instrumente investieren.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Geldmarktfonds sowie Investmentfonds, die in Unternehmensanleihen höchster Bonität investieren.
Kategorien der Planvermögen            
Eigenkapitalpapiere 31 43 74 32 49 81
Index-Fonds1 27 43 70 23 49 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 4 0 4 9 0 9
Festverzinsliche Wertpapiere 50 113 163 41 118 159
Staatsanleihen2 25 2 27 20 2 22
Unternehmensanleihen3 13 111 124 13 114 127
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere4 12 - 12 8 2 10
Sonstige5 21 2 23 18 3 21
Gesamt 102 158 260 91 170 261

  31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
in Mio € Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Index-Fonds, die den S & P 500, S & P 400, Russell 2000, MSCI Emerging Markets Index und Morgan Stanley International EAFE Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere der US-Regierung und von der Regierung geförderten Instanzen.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen von US-Emittenten diverser Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich privat platzierte Anleihen sowie hypothekarisch besicherte Anleihen und Fonds, die in US Treasury Schatzanweisungen sowie in US Treasury besicherte Instrumente investieren.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Geldmarktfonds sowie Investmentfonds, die in Unternehmensanleihen höchster Bonität investieren.
Kategorien der Planvermögen            
Eigenkapitalpapiere 31 43 74 32 49 81
Index-Fonds1 27 43 70 23 49 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 4 0 4 9 0 9
Festverzinsliche Wertpapiere 50 113 163 41 118 159
Staatsanleihen2 25 2 27 20 2 22
Unternehmensanleihen3 13 111 124 13 114 127
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere4 12 - 12 8 2 10
Sonstige5 21 2 23 18 3 21
Gesamt 102 158 260 91 170 261

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Werte, die zur Ermittlung der Marktwerte des Planvermögens zugrunde lagen, erläutert:

Die Marktwerte der Index-Fonds basieren auf Marktpreisen.

Sonstige Eigenkapitalpapiere werden zu ihrem Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Staatsanleihen werden sowohl zu quotierten Marktpreisen (Level 1) als auch zu direkt oder indirekt beobachtbaren Marktpreisen (Level 2) bewertet.

Die Marktwerte der Unternehmensanleihen und der sonstigen Anleihen basieren auf Marktpreisen zum Bilanzstichtag.

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

US Treasury Geldmarktfonds sowie andere Geldmarkt- und Investmentfonds werden zu ihrem Marktpreis bewertet.

Investmentpolitik und Strategie für das Planvermögen

Der Fresenius-Konzern überprüft regelmäßig die Annahme über die erwartete langfristige Rendite des Planvermögens des nordamerikanischen, fondsfinanzierten Versorgungsplans. Im Rahmen dieser Überprüfung wird eine Bandbreite für die erwartete langfristige Rendite des gesamten Planvermögens ermittelt, indem erwartete zukünftige Renditen für jede Klasse von Vermögenswerten mit dem Anteil der jeweiligen Klasse am gesamten Planvermögen gewichtet werden. Die ermittelte Renditebandbreite basiert sowohl auf aktuelle ökonomische Rahmendaten berücksichtigenden Prognosen langfristiger Renditen als auch auf historischen Marktdaten über vergangene Renditen, Korrelationen und Volatilitäten der einzelnen Klassen von Vermögenswerten. Im Geschäftsjahr 2011 betrug die erwartete langfristige Rendite auf das Planvermögen des nordamerikanischen Pensionsplans 7,5 %.

Ziel der globalen Investitionsstrategie des nordamerikanischen Pensionsplans ist es, etwa 96 % der Vermögenswerte in Investments mit langfristigem Wachstum zu binden und etwa 4 % der Vermögenswerte für kurzfristige Rentenzahlungen zur Verfügung zu haben. Dabei soll eine breite Diversifikation der Vermögenswerte, der Anlagestrategien und des Anlagemanagements der entsprechenden Fonds erzielt werden.

Die Investmentpolitik des nordamerikanischen Pensionsplans strebt eine Verteilung der Vermögenswerte zu 35 % auf Aktien und 65 % auf langfristige US-Anleihen an und berücksichtigt, dass es einen zeitlichen Horizont für investierte Fonds von mehr als fünf Jahren geben wird. Das gesamte Portfolio wird an einem Index gemessen, der die Benchmark der jeweiligen Anlagekategorien sowie die angestrebte Verteilung der Vermögenswerte widerspiegelt. Entsprechend der Richtlinie darf nicht in Aktien der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA oder anderer nahe stehender Unternehmen investiert werden. Die Maßstäbe für die Entwicklung der separaten Anlagekategorien beinhalten: S & P 500 Index, S & P 400 Index, Russell 2000 Growth Index, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index, Barclays Capital Long Term Government Index sowie Barclays Capital 20 Year US Treasury Strip Index.

Die folgende Tabelle beschreibt die Aufteilung für die fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns:

in % Anteil 2011 Anteil 2010 Angestrebter Anteil
Eigenkapitalinstrumente 28,47 31,12 36,08
Festverzinsliche Wertpapiere 62,58 60,73 59,64
Sonstiges, inkl. Immobilien 8,95 8,15 4,28
Gesamt 100,00 100,00 100,00

in % Anteil 2011 Anteil 2010 Angestrebter Anteil
Eigenkapitalinstrumente 28,47 31,12 36,08
Festverzinsliche Wertpapiere 62,58 60,73 59,64
Sonstiges, inkl. Immobilien 8,95 8,15 4,28
Gesamt 100,00 100,00 100,00

Die langfristig erwartete Gesamtverzinsung des Planvermögens des Fresenius-Konzerns beträgt jährlich 6,62 %. Die erwarteten Zuführungen zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2012 belaufen sich auf 13 Mio €.

BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE

Der Gesamtaufwand aus beitragsorientierten Plänen im Fresenius-Konzern betrug im Jahr 2011 63 Mio € (2010: 63 Mio €). Davon entfielen 31 Mio € auf Beiträge, die der Fresenius-Konzern für Mitarbeiter von Fresenius Helios an die Rheinische Zusatzversorgungskasse und an andere öffentliche Zusatzversorgungskassen geleistet hat. Weitere 24 Mio € entfielen auf Beiträge für den nordamerikanischen Plan, an dem die Mitarbeiter der FMCH teilnehmen können.

Aufgrund tarifvertraglicher Regelungen leistet der Konzern für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern von Fresenius Helios Beiträge an die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK) und an andere öffentliche Zusatzversorgungskassen (nachfolgend zusammen ZVK ÖD) zur Ergänzung der gesetzlichen Renten. Da in solchen ZVK ÖDs Mitarbeiter einer Vielzahl von Mitgliedsunternehmen versichert sind, handelt es sich um sogenannte Multi-Employer Plans (gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber). Die Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch auf die satzungsmäßigen Leistungen, und zwar unabhängig von den tatsächlich geleisteten Beiträgen.

Die Beiträge werden hauptsächlich im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben und basieren auf einem Hebesatz auf Teile des Bruttoentgeltes.

Die Beitragszahlungen werden in den Umsatzkosten und den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten jeweils als Personalaufwand erfasst und betrugen im Jahr 2011 31 Mio € (2010: 32 Mio €). Davon waren 15 Mio € Zahlungen an die RZVK (2010: 15 Mio €).

Weitere Angaben sind entweder nicht relevant oder nicht wesentlich für Pläne bei der jeweiligen ZVK ÖD; oder die notwendigen Informationen sind von den betroffenen Einrichtungen nicht ohne unangemessene Kosten oder unangemessenen Aufwand zu erhalten.

Die Mitarbeiter der FMCH können bis zu 75 % ihres Gehalts im Rahmen des nordamerikanischen Plans anlegen. Dabei gilt für Mitarbeiter im Alter von unter 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 16.500 US$ und für Mitarbeiter ab einem Alter von 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 22.000 US$. Fresenius Medical Care zahlt 50 % des Mitarbeiterbeitrags ein, allerdings maximal 3 % des Gehalts des betreffenden Mitarbeiters. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Gesamtaufwand aus diesem beitragsorientierten Plan der Fresenius Medical Care 24 Mio € (2010: 24 Mio €).

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