Vermögensmanagement
Geldvermögen beeinflusst von Finanzkrise
Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland lag aufgrund von Kursverlusten am Aktien- und Rentenmarkt im Zuge der Finanzmarktkrise mit 4,53 Mrd. € in 2008 um 0,5 % leicht niedriger als im Vorjahr. Die Sparneigung der Deutschen war auch im vergangenen Jahr wieder ausgeprägt. Mit einer Sparquote in Höhe von 11 % des verfügbaren Einkommens sind die Menschen hierzulande sparfreudiger als die meisten anderen Europäer. Nur die Franzosen sparen in Europa noch mehr; sie erreichen eine Sparquote von 13,1 %.
60 % der Spargelder werden als Spar-, Sicht-, Termineinlagen sowie Bargeld gehalten; nur etwa 9 % sind in Aktien investiert. Im Zuge der Finanzmarktkrise trat die Sicherheitspräferenz der deutschen Sparer nochmals deutlich zutage: Die Anleger stießen Wertpapieranlagen in erheblichem Umfang ab. Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) meldete im Jahresverlauf 2008 über die meisten Fondsklassen hinweg deutliche Abflüsse und sah sich im Herbst sogar in der Pflicht, die Anleger auf den hohen Insolvenzschutz bei Fondsanlagen hinzuweisen. Zum Ende des Jahres 2008 lag das Fondsvermögen der Publikumsfonds in Deutschland bei 576 Mrd. € und damit deutlich niedriger als am 31. Dezember 2007, als 731 Mrd. € in Publikumsfonds angelegt waren. Insbesondere bei Geldmarkt-, Renten- und Aktienfonds waren aufgrund der Unsicherheit der Anleger deutliche Abflüsse zu bemerken. Im Gegenzug verzeichneten Termineinlagen wie Festgelder einen außerordentlichen Mittelzufluss.
Zu- und Abflüsse in unterschiedliche Fondsarten in Deutschland 2008 (in Mrd. €)
Anlageverhalten weitgehend unbeeinflusst von Abgeltungsteuer
So blieben im vergangenen Jahr auch die von weiten Teilen der Finanzwirtschaft erwarteten umfassenden Umschichtungen der Depots vor dem Inkrafttreten der Abgeltungsteuer am 1. Januar 2009 weitgehend aus. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband ermittelte in seinem „Vermögensbarometer 2008“ bei nur 26 % der Befragten eine Bereitschaft, die Geldanlage in Zusammenhang mit der Abgeltungsteuer zu überdenken. Die meisten Sparer ließen sich durch die Abgeltungsteuer nicht in ihren Anlagedispositionen beeinflussen.
Die Zahl der Privatpersonen mit einem Nettofinanzvermögen von mehr als 1 Mio. US-Dollar (Immobilienvermögen ausgenommen) ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Im von der Investmentbank Merrill Lynch in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Capgemini alljährlich publizierten „World Wealth Report“ ist in der Ausgabe des Jahres 2008 ein Anstieg des Nettofinanzvermögens vermögender Privatkunden auf 40,7 Billionen US-Dollar nachzulesen. In Deutschland stieg die Zahl der vermögenden Privatpersonen um 3,5 % auf 826.000 Personen (Vorjahr: 798.000).
Die Boston Consulting Group schätzt den deutschen Markt für Vermögensverwaltung auf ein Volumen von 4,8 Billionen €. Danach weist Deutschland nach Großbritannien das größte Marktvolumen für die Vermögensverwaltung in Europa auf. Folglich werden vermögende Privatinvestoren, die sogenannten „High Net Worth Individuals“, von der Finanzdienstleistungsbranche intensiv umworben.Geamtaussage: Vermögensmanagement mit langfristiger Perspektive
MLP ist im Geschäftsfeld Vermögensmanagement nicht zuletzt durch seine renommierte Tochtergesellschaft Feri Finance AG gut positioniert. Allerdings mussten im Rahmen der weltweiten Finanzmarktkrise des Jahres 2008 nahezu alle Anlageformen Werteinbußen hinnehmen. Dies machte auch die Anleger vorsichtig hinsichtlich neuer Vermögensdispositionen. Insgesamt hat dies zu niedrigeren Provisionseinnahmen geführt. In der langfristigen Betrachtung bietet unsere unabhängige und ganzheitliche Beratungsphilosophie jedoch in Kombination mit der anerkannten Expertise von Feri in der Vermögensverwaltung gute Wachstumsperspektiven.
