Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft – in der MLP 98 % seiner Gesamterlöse erzielt – war auch im dritten Quartal 2009 durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Nach dem extrem starken Einbruch der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal (–3,5 % im Vergleich zum Vorquartal) zeigen sich seit dem zweiten Quartal erste Zeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Diese Tendenz setzte sich auch im dritten Quartal weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 %. Auch für das dritte Quartal gehen Experten von einem leichten Wachstum von 0,8 % aus. Diese Stabilisierung ist überwiegend auf die positiven Auswirkungen der umfangreichen geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen der Notenbanken und der einzelnen Regierungen zurückzuführen.
Im bisherigen Verlauf des Jahres hat der private Konsum die Gesamtwirtschaft stabilisiert. Die Kaufkraft der privaten Haushalte wurde weiterhin insbesondere von moderaten Beschäftigungsrückgängen und dem ruhigen Preisklima gestützt. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als bemerkenswert stabil und widerstandsfähig. Die Arbeitslosenquote ging im September jahreszeitlich bedingt von 8,1 % im Vorquartal auf 8,0 % zurück.
Das sowohl im gesamten Berichtszeitraum als auch im dritten Quartal schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich negativ auf die Geschäftsentwicklung von MLP ausgewirkt. Als Ursache für die Umsatzrückgänge in unseren wichtigsten Bereichen Altersvorsorge und Vermögensmanagement sehen wir überwiegend die Zurückhaltung unserer Kunden bei langfristigen Vorsorge- und Investitionsentscheidungen. Die Zurückhaltung resultiert nach unserer Einschätzung aus der Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung und der Arbeitsplätze.
Bruttoinlandsprodukt Deutschland, Veränderung in % gegenüber dem Vorquartal
